Pannen

National Roaming: Diese Probleme beklagen die Kunden

Wir berichten darüber, warum das National Roaming von E-Plus und o2 nicht immer ein Vorteil für die Kunden ist und welche Einzelfälle wir beobachtet haben, bei dem manche Smartphones das Netzroaming sogar verweigert haben.
Kommentare (746)
AAA
Teilen

Wie berichtet ist das National Roaming von E-Plus und o2 inzwischen fast überall in Deutschland verfügbar. Viele Kunden berichten von guten Erfahrungen und auch unsere Tests waren bislang weitgehend positiv. Es gibt aber auch Leser, die über Probleme berichten, die im Zusammenhang mit dem Netzroaming der beiden Telefónica-Marken stehen. Auch im Telefon-Treff-Forum berichten Nutzer über Effekte, die weniger positiv sind.

In einigen Fällen kommt es zu massiven Performance-Einbußen beim mobilen Internet-Zugang - offenbar dadurch verursacht, dass am jeweiligen Ort nur eines der beiden Telefónica-Netze UMTS-Versorgung bietet. Reichten die Kapazitäten für den bisherigen Kundenansturm aus, so kommen jetzt die Nutzer des jeweils anderen Telefónica-Netzes hinzu, was wiederum dazu führt, dass die Übertragungsgeschwindigkeit sinkt.

Performance-Probleme bei Netz-Engpässen

National Roaming fest flächendeckend verfügbarNational Roaming fest flächendeckend verfügbar Unter anderem tritt das Bandbreiten-Problem nach Leserangaben in der Innenstadt von Stuttgart auf. Aber auch während einer Großveranstaltung im ebenfalls in Baden-Württemberg gelegenen Mosbach wurde der Effekt beobachtet. Ein anderer Leser berichtet von vergleichbaren Einschränkungen im E-Plus-Netz im Bereich Warendorf in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Nutzer beklagen, dass sich ihr Smartphone oft beispielsweise ins E-Plus-Netz einbucht, weil dieses am Aufenthaltsort besser empfangen wird als das ebenfalls mit UMTS-Signal verfügbare o2-Netz. o2 biete jedoch die besseren Datenübertragungsraten, so dass das Netzroaming in diesem Fall kontraproduktiv sei. Auch eine manuelle Netzwahl helfe nicht weiter, da diese nach einiger Zeit wieder "überschrieben" werde.

Unkontrolliertes Umbuchen zwischen beiden Netzen

Von ähnlichen Erfahrungen berichtet auch das Blog Mobiflip im Raum Heidelberg. Hier habe o2 bislang stets ein gutes UMTS-Signal mit guten Datenraten geliefert. Seit der Freigabe des Roamings buche sich das Smartphone aber immer wieder ins E-Plus-Netz ein, wo die Geschwindigkeit beim Internet-Zugang deutlich schlechter sei. Das führe zum Teil dazu, dass der Online-Zugriff trotz Vollausschlag des S-Meters auf dem Handy-Display gar nicht mehr genutzt werden könne.

Im östlichen Rhein-Main-Gebiet hatten wir gelegentlich den Effekt beobachtet, dass das Smartphone mit eingelegter o2-Vertragskarte im UMTS-Netz von E-Plus verblieben ist, obwohl wir uns in einen Bereich hineinbewegt hatten, den o2 selbst mit UMTS und sogar LTE versorgt. Vor allem das Nicht-Umbuchen ins 4G-Netz sorgte hier für einen langsameren Internet-Zugang als bisher.

Auf Seite 2 lesen Sie, wie der Internet-Zugang in manchen Fällen komplett verlorengegangen ist und inwiefern einige Handys das National Roaming komplett verweigern.

1 2 vorletzte
Teilen

Mehr zum Thema National Roaming