2G

E-Plus und o2: National Roaming über GSM im Test

Wir haben getestet, welchen konkreten Nutzen Telefónica-Kunden vom National Roaming im GSM-Netz haben. Dabei haben wir SIM-Karten aus den Netzen von E-Plus und o2 sowie vier verschiedene Mobiltelefone verwendet.
Kommentare (145)
AAA
Teilen (12)

Wie berichtet hat Telefónica in den vergangenen beiden Wochen sukzessive das National Roaming in den GSM-Netzen von E-Plus und o2 freigeschaltet. Der Dienst steht inzwischen bundesweit zur Verfügung und soll vor allem die Funkversorgung in ländlichen Regionen verbessern. Inwieweit das Netzroaming in der Praxis den Handyempfang verbessert, haben wir in einem kurzen Test untersucht.

In einem von der teltarif.de-Redaktion genutzten Homeoffice in Biebergemünd-Bieber im hessischen Spessart werden beide Telefónica-Netze vom gleichen Standort, einem ehemaligen Fernsehumsetzer in der näheren Umgebung, empfangen. E-Plus und o2 betreiben hier jeweils GSM-Basisstationen mit zwei Antennen-Sektoren - jeweils die Bundesstraße 276 entlang Richtung Norden und Süden.

National Roaming im GSM-Netz im TestNational Roaming im GSM-Netz im Test Ein dritter Sektor erübrigt sich in dieser Gegend. Dieser würde nur unbewohnte Wälder abdecken. Selbst Straßen oder größere Wege gäbe es nicht zu versorgen, so dass alle Netzbetreiber hier nur zwei Antennensektoren verwenden. Telekom und Vodafone betreiben für GSM sogar nur eine gemeinsam genutzte Rundstrahlantenne.

Genaue Konfiguration macht den Unterschied

Nun ist es aber so, dass o2 an besagtem Standort E-GSM 900 nutzt, während E-Plus seinen "traditionellen" Frequenzbereich um 1800 MHz verwendet. Zudem hat die o2-Basisstation eine günstigere Antennenschwerpunkthöhe als die Anlage von E-Plus, die kaum über die Spitzen der benachbarten Bäume hinausragt.

Roaming mit BASE-Karte im GSM-Netz von o2Roaming mit BASE-Karte im GSM-Netz von o2 Beide Telefónica-Netze sind außerhalb geschlossener Räume sehr gut zu empfangen. Deutliche Unterschiede gibt es indes innerhalb von Gebäuden - vor allem im Erdgeschoss oder im Keller und insbesondere in Räumen eines Hauses, die der Basisstation abgewandt sind, so dass das Gebäude selbst noch abschirmend wirkt.

o2 bietet auch unter diesen Bedingungen noch ein sehr gutes Signal. Das E-Plus-Netz haben wir hingegen über viele Jahre dazu genutzt, um die Eingangsempfindlichkeit von Handys und Smartphones zu testen. Nur mit sehr empfindlichen Geräten - etwa dem Microsoft Lumia 950 - ist auch ein gesicherter E-Plus-Empfang möglich, der auch Telefonate ohne Aussetzer zulässt. Viele andere Geräte buchen sich unter diesen Umständen sogar aus dem Mobilfunknetz aus.

Auf Seite 2 lesen Sie, mit welchen Mobiltelefonen wir den Test durchgeführt haben und wie unsere Erfahrungen aussahen.

1 2 vorletzte
Teilen (12)

Mehr zum Thema National Roaming