Pannen

National Roaming über GSM: Handys oft im "falschen" Netz

Wir berichten darüber, dass nicht alle Kunden aus den Telefónica-Netzen vom National Roaming über GSM profitieren. Bei einigen Anwendern hat sich der Handy-Empfang sogar verschlechtert.
Kommentare (145)
AAA
Teilen (16)

Nach dem National Roaming über UMTS bietet Telefónica nun auch das Netzroaming über GSM an. Die Kunden mit einer SIM-Karte aus dem E-Plus-Netz haben somit die Möglichkeit, auch das 2G- und 3G-Netz von o2 mitzunutzen. Umgekehrt besteht für o2-Kunden die Möglichkeit, sich auch ins GSM- und UMTS-Netz von E-Plus einzubuchen. Dieses Feature ist als Zwischenschritt vor der sukzessiven Zusammenlegung der beiden bislang getrennten Telefónica-Netze gedacht.

Unser Test zum National Roaming über GSM war durchaus positiv verlaufen. An Orten mit schwacher oder gar keiner E-Plus-Funkversorgung buchten sich unsere Smartphones wie erwartet ins o2-Netz ein, so dass wir - anders als vor dem Start des National Roamings über GSM - weiter telefonisch erreichbar waren.

Schlechterer Handy-Empfang durch National Roaming

National Roaming über GSM läuft nicht reibungslosNational Roaming über GSM läuft nicht reibungslos Es gibt allerdings auch Nutzer, die weniger gute Erfahrungen gemacht haben. So berichtet ein teltarif.de-Leser aus Düsseldorf, der zuhause nur schwachen E-Plus-Empfang, aber gutes o2-Signal hat, seine SIM-Karte aus dem o2-Netz buche sich nun überwiegend ins GSM-Netz von E-Plus ein, anstatt im bisherigen Heimatnetz zu bleiben. Die Folge ist eine unzuverlässige telefonische Erreichbarkeit. Zudem lässt die Sprachqualität bei Telefonaten zu wünschen übrig.

Bei einem weiteren Test stellten wir den Effekt fest, dass sich eine o2-SIM ins GSM-Netz von E-Plus eingebucht hat. Am gleichen Standort waren wir jedoch mit einer simyo-Karte im 2G-Netz von o2 eingebucht. In beiden Fällen wurde die Netzauswahl nicht manuell beeinflusst. Warum die Handys sich jeweils für das Roaming-Netz anstelle des Heimatnetzes entschieden haben, ist unklar.

Akku wird schneller entladen

Ein weiterer Leser berichtet, dass sich sein Handy seit der Freigabe des National Roamings über GSM sehr häufig zwischen den Netzen der beiden Telefónica-Marken hin-und herbucht. Die Folge ist, dass die Akkukapazität nun für deutlich kürzere Laufzeiten als bisher ausreicht. Die Ursache ist unklar.

Denkbar wäre, dass die verwendeten Endgeräte und nicht ausschließlich die Konfiguration im Mobilfunknetz für die Effekte verantwortlich sind. Bei weiteren Tests buchten sich beispielsweise ältere Nokia-Handys recht schnell wieder automatisch ins Heimatnetz zurück, wenn dieses verfügbar war. Bei einem am gleichen Ort verwendeten iPhone 6 Plus klappte das automatisch erst, nachdem das Gerät kurzzeitig in den Flugzeugmodus versetzt wurde, so dass es sich anschließend neu im Netz registrieren musste.

Teilen (16)

Mehr zum Thema National Roaming