Digitalradio

2. DAB+-Bundesmux: Neues Unternehmen steigt in den Ring

Ein neues Unter­nehmen mit dem Namen National German Radio GmbH soll sich um die Fremd­veran­stalter im zweiten natio­nalen DAB+-Multi­plex kümmern. Dahinter stehen bekannte deut­sche Radio-Unter­nehmen und -Persön­lich­keiten.

Der zweite DAB+-Bundesmux startet zur IFA Der zweite DAB+-Bundesmux startet zur IFA
Screenshot: Michael Fuhr, Foto: Antenne Deutschland
Das Konsor­tium Antenne Deutsch­land plant den Start der ersten und einzigen rein privaten natio­nalen DAB+-Platt­form, dem so genannten zweiten DAB+-Bundesmux, zur IFA 2020 (4. - 9. September) in Berlin. Insge­samt sollen darüber bis zu 16 natio­nale Radio­programme verbreitet werden. Einen Teil der Über­tragungs­kapa­zitäten will Antenne Deutsch­land für eigene Programme nutzen. Um den Rest soll sich ein neues, bisher nicht in Erschei­nung getre­tenes Unter­nehmen kümmern. Es ist mögli­cher­weise eine Bedin­gung für die Beile­gung des Rechts­streits der DAPD GmbH rund um den Ex-Renn­fahrer und Investor Steffen Göpel mit der Säch­sischen Landes­medi­enanan­stalt (SLM).

"Unsere neue Platt­form spielt eine entschei­dende Rolle für die rasante Weiter­entwick­lung des deut­schen Radio­marktes", sagen Willi Schreiner und Arnold Stender, die beiden Geschäfts­führer der Antenne Deutsch­land. "Mehr bundes­weit empfang­bare, attrak­tive Programme und neue Formate werden mehr Hörer finden und mehr Hörer werden auch das DAB+ Angebot für Werbe­trei­bende noch attrak­tiver machen. In den kommenden Wochen und Monaten erhalten Radio­macher und Content Anbieter die einma­lige und eben auch letzte Chance, mit bundes­weiten Programmen in den deut­schen Radio­markt einzu­treten und nach­haltig von den Verän­derungen im Hörer- und Werbe­markt zu profi­tieren."

Inter­natio­nale Inter­essens­bekun­dung

Der zweite DAB+-Bundesmux startet zur IFA Der zweite DAB+-Bundesmux startet zur IFA
Screenshot: Michael Fuhr, Foto: Antenne Deutschland
Antenne Deutsch­land hat als Platt­form­betrei­berin mit der Markt­plat­zierung der freien Programm­kapa­zitäten die National German Radio GmbH, so der Name des neuen Unter­nemens, beauf­tragt. "Mit National German Radio als Koope­rati­onspartner bündeln wir erfah­rene und krea­tive Kräfte am deut­schen Radio­markt mit unserer eigenen Exper­tise zum Vorteil der Programm­anbieter und Hörer", so die beiden Geschäfts­führer.

National German Radio plant zu diesem Zweck eine inter­natio­nale Inter­essen­bekun­dung zur Struk­turie­rung der Nach­frage aus dem In- und Ausland. Detail­lierte Infor­mationen hierzu will das Unter­nehmen am kommenden Montag veröf­fent­lichen.

Nach Infor­mationen des Maga­zins InfoDigital ist die National German Radio GmbH, die ihren Sitz in Leipzig hat, ein Unter­nehmen des Tech­nologie-Inves­tors Bugo­vics Indus­tries GmbH. Dahinter steht Jozsef Bugo­vics, der auch Vertreter der Gesell­schafter des tech­nischen Dienst­leis­ters Divicon ist. Geschäfts­führer der National German Radio GmbH sind Jozsef Bugo­vics und Erwin Linne­bach, ehema­liger Geschäfts­führer der PSR-Radio­gruppe und des Radio­veran­stal­ters Regio­cast.

Ziel sei es, ein maßge­schnei­dertes und schlag­kräf­tiges Programm­bouquet mit höchst­mögli­cher Attrak­tivität für den natio­nalen Hörer- und Werbe­markt zu schaffen. Die finale Bele­gungs­entschei­dung plant Antenne Deutsch­land als Platt­form­anbie­terin dann bis voraus­sicht­lich Ende Juni zu treffen.

80 Prozent der Einwohner zum Start

Die private natio­nale DAB+-Platt­form erreiche bereits bei Aufnahme des Sende­betriebs tech­nisch über 80 Prozent der Einwohner, hieß es. Ein weiterer Netz­ausbau sei vorge­sehen.

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