Hybrid-Uhr

Ausprobiert: MyKronoz ZeTime Hybrid-Smartwatch

Das größte Problem von Smartwatches ist deren kurze Ausdauer von zumeist wenigen Tagen. Die MyKronoz ZeTime will das ein wenig ändern, indem sie als hybride Smartwatch ein analoges Uhrwerk, einschließlich Zeiger besitzt.
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MWC 2018 - MyKronozMyKronoz ZeTime Hybrid-Smartwatch Smartwatches wurden zu Beginn noch als ein großes Ding der Mobilfunk­branche bezeichnet, der Hype um die digitalen Uhren ist jedoch abgeflaut. Die MyKronoz Time hingegen versucht die Vorzüge einer Smartwatch und einer analogen Uhr in einem ansprechenden Design zu verbinden.

Das neue Modell nennt sich ZeTime, wurde bereits auf der CES 2018 erstmals vorgestellt und kommt in zwei Größen auf den Markt: Als Variante Petite mit 39 Millimeter für Frauen und als Modell Regular mit 44 Millimeter für Männer, beide kosten 199,90 Euro. Für das Gehäuse ist nur die Farbe Silber vorgesehen und nur beim Armband besteht die Wahl zwischen klassischem Schwarz und Weiß. Die ZeTime Premium gibt es alternativ noch in Schwarz und Roségold, kostet mit 229,90 Euro aber auch etwas mehr. Für 249,90 Euro gibt es schließlich das Modell Elite, welches zusätzlich noch Titanium und Gold als Gehäusefarbe bietet.

Eine Uhr für Damen und Herren

Technisch gibt es keine Unterschiede, lediglich das mitgelieferte Armband ist je nach Modell­variante anders: Von einfachem Silikon über Leder bis hin zu Metall – auch als Milanese-Variante. Die Armbänder können bei allen Modell­varianten gegen ein beliebiges anderes Armband in den gängigen Standard­breiten mit 18 und 22 Millimeter gewechselt werden.

Was die MyKronoz ZeTime besonders macht, ist das mechanische und damit analoge Uhrwerk, kombiniert mit einem TFT-Touchscreen. Ist im Smartwatch-Modus der Akku leer - 180 mAh Kapazität im Petite-Modell und 200 mAh im Regular-Modell - kann die Uhr selbst noch bis zu 30 Tage die Uhrzeit anzeigen. Der Energie­spender selbst hält laut den Angaben von MyKronoz im Smartwatch-Modus zwischen drei und fünf Tagen durch, je nachdem wie intensiv der Smartwatch-Modus genutzt wird.

MWC 2018 - MyKronoz
Titanium, Roségold und Edelstahl gibt es als Gehäusematerial
MWC 2018 - MyKronoz
Den Puls kann die ZeTime natürlich auch messen
Zu den smarteren Funktionen gehören die üblichen Fitnesstracking-Features wie Pulsfrequenz, zurückgelegte Schritte - einschließlich Kilometer-Umrechnung und verbrannter Kalorien - und das Tracken der Schlafphasen. Natürlich werden auch Benachrichtigungen angezeigt, die etwas ungewohnt am Anfang zu lesen sind, wegen der echten Uhrzeitzeiger. Nach kurzer Nutzung hat man sich schnell daran gewöhnt, zumal die Steuerung wahlweise über den Touchscreen mit 240 mal 240 Pixel Auflösung erfolgt, oder über die drehbare Krone auf der rechten Seite. Der Touchscreen selbst ist den Angaben nach mit Saphirglas vor Kratzern geschützt.
MWC 2018 - MyKronoz
Bedient wird die Hybrid-Smartwatch alternativ über die Krone
MWC 2018 - MyKronoz
Wer will, kann sein Lieblingsarmband mit der ZeTime verwenden
Die Navigation selbst erfolgt sehr flott, Verzögerungen oder deutlich sichtbare Ruckler in der Oberfläche treten sehr selten auf, was für eine Kombination aus performanten Betriebs­system und leistungs­fähiger Hardware spricht. Als Betriebs­system kommt eine nicht näher genannte Eigen­entwicklung zum Einsatz. Die Verbindung zum Smartphone wird per Bluetooth 4.2 hergestellt. Das Koppeln selbst erfolgt wie üblich über eine Companion-App, die ab iOS 8 und Android 5.0 Lollipop funktioniert. Sie kümmert sich um Benachrichtigungen, Termin­erinnerungen, Alarm bei zu langer Inaktivität, eingehende Telefonate, Wetter­vorhersage und so weiter. Selbst Musik lässt sich über die MyKronos ZeTime steuern.

Auch für Schwimmer ist die MyKronoz ZeTime etwas, da das Edelstahl­gehäuse und damit die Uhr selbst bis zu 5 ATM wasserdicht ist. Zum Tauchen ist die Uhr allerdings nicht geeignet, wovon MyKronoz seinen Kunden auch explizit abrät.

Alle weiteren Meldungen vom Mobile World Congress 2018 finden Sie hier.

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