Smartwatch-Software

MyKronoz ZeTime ein Jahr später: Ist die Software ausgereift?

Die ZeTime vereint das Feeling einer Analoguhr mit diversen Smartwatch-Funktionen, der Start war allerdings holprig. Hat sich der Zustand des Wearables jetzt gebessert?
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Die Hybrid-Smart­watch MyKronoz ZeTime ist nun beinahe ein Jahr lang auf dem Markt. Das inno­va­tive Produkt, das mecha­ni­sche Uhrzeiger und einen Touch­screen vereint, wurde zu Beginn mit einer unfer­tigen und fehler­haften Firm­ware ausge­lie­fert. Seitdem folgten eine Viel­zahl an Updates – 45 an der Zahl. Erst vor wenigen Wochen brachte das Schweizer Unter­nehmen eine Aktua­li­sie­rung heraus. Ist das schicke Konzept jetzt von den gröbsten Problemen befreit? Gibt es neue Features? Wir haben uns den aktu­ellen Stand der ZeTime ange­sehen.

Crowd­fun­ding-Erfolg und Konsu­menten-Ernüch­te­rung

Die mechanischen Zeiger der ZeTime sind durchaus stilvoll
Die mechanischen Zeiger der ZeTime sind durchaus stilvoll
Die in Genf ansäs­sige Firma MyKronoz hatte im Früh­ling 2017 eine span­nende Idee. Eine Achil­les­ferse vieler Smart­wat­ches ist die Lauf­zeit, die meisten Exem­plare schreien schon nach wenigen Tagen nach der Steck­dose. Anstatt die Uhrzeit zulasten des Akkus via Display perma­nent einzu­blenden, verbaute der Schweizer Konzern in der ZeTime zusätz­lich mecha­ni­sche Zeiger. Somit gibt es eine äußerst strom­spa­rende Zeit­an­gabe – und eine Lauf­zeit von bis zu 30 Tagen. Diese Vision traf den Nerv vieler Konsu­menten, allein auf Kick­starter wurden mehr als 5,3 Millionen US-Dollar von den Unter­stüt­zern zusam­men­ge­tragen. Anfang 2018 erschien die ZeTime schließ­lich auf dem Markt – und sorgte vor allem aufgrund der mangel­haften Soft­ware für Frust. Derzeit bietet MyKronoz den Zeit­geber für 129,99 Euro anstatt 199,99 Euro an. Lohnt sich mitt­ler­weile ein Kauf?

Unsere Erfah­rungen mit der aktu­ellen ZeTime-Soft­ware

Das Koppeln der ZeTime via QR-Code
Das Koppeln der ZeTime via QR-Code
Die neue Versi­ons­nummer lautet: A.17 (R2.5T3.3H0.5) (Build 44). Vorab sei verraten: mit dieser Firm­ware läuft die ZeTime auch recht gut. Bis die Soft­ware aller­dings auf der Uhr landet, muss man gege­be­nen­falls viel Geduld aufbringen. Zumin­dest bei unserem Nokia 7 Plus mit Android 9.0 Pie gab es große Probleme, bis die App die Smart­watch erkannte. Das Koppeln mit dem Handy an sich funk­tio­nierte zwar reibungslos, die ZeTime-Anwen­dung erkannte das Produkt jedoch nicht. Kurios: nachdem wir das Wearable mit unserem Galaxy S8 (Android 8.1 Oreo) sofort mit der App verbinden konnten, funk­tio­nierte der Vorgang auch auf dem HMD-Global-Telefon. Zunächst folgte ein Update auf die aktu­elle Soft­ware­ver­sion der Uhr (Stand 8. November 2018). Laut Uhr sollte die Prozedur 5 bis 10 Minuten in Anspruch nehmen, es verging aber mehr als eine halbe Stunde.

Noch Luft nach oben

Mit dem Update soll es erneut diverse Bugfixes gegeben, außerdem habe man Opti­mie­rungen der Blue­tooth-Verbin­dung und der Sensoren vorge­nommen. Das Koppeln des Mobil­ge­räts mit der ZeTime wurde über­ar­beitet, jetzt kann die Prozedur auf Wunsch simpel mit einem auf dem Zubehör einge­blen­deten QR-Code erfolgen. Clever mutet auch die neue Methode zur Zeiger-Kali­brie­rung an. Diese erfolgt neuer­dings alter­nativ in der Smart­phone-App via Kamera. Neue Anwen­dungen für die Uhr, etwa ein Taschen­rechner oder eine Bilder­ga­lerie, gibt es hingegen nicht. Eben­falls unver­än­dert: zuvor verfasste Schnell­ant­worten stehen nach wie vor ledig­lich bei SMS und Anrufen zur Auswahl. Im Alltag zeigt sich die ZeTime als guter Begleiter mit Opti­mie­rungs­be­darf. So kommen etwa die Benachrichtigungen zuverlässig und schnell an. Der Touch­screen reagiert hin und wieder erst nach der zweiten Berüh­rung, was aber an der noch jungen Bauart der Uhr liegen könnte.

Im Herbst wurde die ZeTime 2 vorge­stellt, wir sind gespannt, ob MyKronoz beim Nach­folger dazu­ge­lernt hat.

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