Nibelungentreue

Intel setzt auch ohne Nokia auf MeeGo

Neue Oberfläche soll MeeGo auf Tablets bringen
Von Steffen Herget
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MeeGo auf dem ExoPC, der bauglich mit dem WeTab ist.Intel zeigt MeeGo auf dem ExoPC, der baugleich mit dem WeTab ist. Intel schickt nach der Absage von Nokia an das gemeinsame Betriebssystem MeeGo nicht gerade freundliche Grüße nach Finnland. Zwar sei die Produktstrategie von Nokia nicht Intels Sache, aber beim Chip-Gigant ist der Frust groß. "Intel ist enttäuscht von der Entscheidung von Nokia", hieß es vom Chiphersteller. Allerdings gebe es für MeeGo auch noch eine Reihe weiterer Partner, die mit MeeGo weiter machten.

Auch ohne den größten Mitstreiter hat Intel eine neue Oberfläche von MeeGo für Tablets entwickelt. Diese basiert auf verschiedenen sogenannten Panels, also Bereichen für unterschiedliche Anwendungen wie etwa Apps, Social Media, Musik oder Fotos. Das Betriebssystem zeigt sich dabei lernfähig. Im Social-Media-Panel etwa werden diejenigen Kontakte, mit denen häufiger interagiert wird, nach oben geschoben, während vom System als weniger wichtig angesehene Personen nach unten wandern.

In Barcelona wurde das neue Tablet-Betriebssystem auf einem ExoPC gezeigt, also dem Tablet, das technisch nahezu mit dem WeTab identisch ist. Das WeTab als erstes MeeGo-Tablet überhaupt hatte sich nicht durchsetzen können, krankte aber weniger am Intel-Betriebssystem, sondern an der dafür entwickelten Oberfläche von der Münchener Software-Firma 4tiitoo.

Intel-Smartphones mit Medfield kommen in 2011

Das Gespräch kam in Barcelona auch erneut auf Intel-basierte Smartphones mit Chips der Medfield-Baureihe. Wie bereits in der Vergangenheit wurden die Vorzüge wie hohe Leistungsfähigkeit einerseits und dabei nicht weniger Akku-Laufzeit als bei der Konkurrenz andererseits gelobt, allerdings noch immer keine konkreten Geräte oder Termine genannt. Noch in diesem Jahr soll es allerdings dann endlich losgehen mit Smartphones mit Intel-Prozessoren. Ob es dem weltgrößten Halbleiter-Konzern allerdings gelingen wird, den immensen Rückstand auf die Konkurrenz von ARM, Qualcomm, Texas Instruments und anderen aufzuholen, bleibt abzuwarten.

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