Messe in Bedrängnis

MWC 2020: Veranstalter entscheiden über Absage des Events (Update)

Ob der Mobile World Congress wie geplant vom 24. bis zum 27. Februar statt­findet, ist derzeit unge­wiss. Aufgrund der immer größer werdenden Anzahl an ausstei­genden Teil­nehmern wägt die GSMA ab, ob die Veran­stal­tung noch sinn­voll ist.
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Eine Groß­veran­stal­tung wie der Mobile World Congress (MWC) lockt zahl­reiche Aussteller und Besu­cher an. Was norma­lerweise erfreu­lich ist, ist aufgrund der Gefahr durch den Coro­navirus derzeit eher bedenk­lich. Die Global System for Mobile Commu­nica­tions Asso­ciation, kurz GSMA, ist sich der Verant­wortung für all diese Menschen bewusst und entscheidet deshalb in Kürze, ob der Mobile World Congress dieses Jahr über­haupt noch statt­findet.

Spani­sche Medien brachten in Erfah­rung, dass der Zusam­menschluss am kommenden Freitag eine Gremi­ensit­zung einbe­ruft. Infor­mationen zu den Schutz­maßnahmen der Messe und eine Über­sicht der bishe­rigen Absagen finden Sie in den folgenden Zeilen.

MWC 2020 steht unter keinem guten Stern

Fällt der MWC 2020 ins Wasser?Fällt der MWC 2020 ins Wasser? In China herrscht durch das Coro­navirus (offi­zieller Name "Covid-19") der Ausnah­mezu­stand, die Gesund­heit vieler Menschen ist gefährdet. Auch außer­halb des Reichs der Mitte gab es bereits Meldungen von Infek­tionen. Auf dem Mobile World Congress sind tradi­tionell viele chine­sische Firmen zugegen, da das Land zahl­reiche Inno­vationen aus dem Mobil­funk­bereich hervor­bringt. Aktuell werden Einreisen aus China aller­dings kritisch beäugt, da der Erreger auf diesem Weg auch andere Regionen errei­chen kann.

Die GSMA hat deshalb bereits Vorkeh­rungen getroffen, um die Risiken auf dem MWC zu senken. So dürfen keine Reisenden aus dem Krisen­gebiet Hubei teil­nehmen und Personen, die zuvor länger in China waren, einen Nach­weis vorlegen, dass sie sich mindes­tens 14 Tage außer­halb des Landes befinden.

Die dpa berichtet nun über weitere Vorkeh­rungen der Verei­nigung. Unter anderem sollen zusätz­liche Reini­gungs- und Desin­fekti­onsmaß­nehmen getroffen werden. Die spani­sche Zeitung La Vanguardia und der spani­sche Jour­nalist Antonio Monaco berich­teten außerdem, dass die GSMA am Freitag entscheidet, ob der MWC dieses Jahr ausfällt.

Über­sicht der MWC-Absagen

Viele Bran­chen­größen zogen ihre Teil­nahme am Event komplett zurück, andere redu­zierten hingegen ihr Mitwirken und trafen ihrer­seits Sicher­heits­vorkeh­rungen. Zunächst listen wir die Firmen auf, die auf keinen Fall beim MWC 2020 an Bord sind:

  • Nicht teil­nehmende Smart­phone-Hersteller: Sony, LG, Gigaset, HMD Global (Nokia-Marke), Vivo, Ulefone, Umidigi, Royole
  • Nicht teil­nehmende Netz­betreiber: Deut­sche Telekom, Voda­fone (Spanien), AT&T, Sprint, Telus, Telenor, NTT Docomo
  • Nicht teil­nehmende Netz­werk­ausrüster: Ericsson, Nokia, Comm­scope
  • Nicht teil­nehmende Chip­satz­hersteller: Intel, Nvidia, MediaTek
  • Weitere nicht teil­nehmenden Bran­chen­größen: Amazon, Face­book, McAfee, Viber, Colt

Ferner haben einige Unter­nehmen ihr Enga­gement beim MWC zurück­gefahren und erwei­terte Vorsichts­maßnahmen getroffen. Zu diesen Konzernen zählen: Samsung, Huawei, TCL und ZTE.

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