Pilot Translating

Ausprobiert: Pilot Translating, der Knopf im Ohr

Die Kommunikation in verschiedenen Sprachen ist nicht immer ganz einfach. Waverly Labs mit ihrer Pilot-Translating-Plattform will das vereinfachen - mit einem Knopf im Ohr.
Vom Mobile World Congress in Barcelona berichtet
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Pilot TranslatingMehr als einen Knopf im Ohr braucht es nicht zum Übersetzen Mit den Showstoppers zeigen einige Unternehmen ihre Neuheiten noch vor der eigentlichen Eröffnung des MWC 2018. Dabei sind einige bekannte Dinge zu sehen gewesen und auch weniger bekannte Produkte, die aber ihren ganz eigenen Charme besitzen.

So wie die Pilot Translating Kopfhörer, die nicht von ungefähr ein bisschen an den Babbelfisch aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ erinnern – wenn auch noch in einer sehr frühen Vorläufer-Phase und nicht annähernd so gut.

Die Kopfhörer alleine reichen jedoch nicht aus, denn die eigentliche Übersetzung erfolgt auf dem Smartphone über eine entsprechende App mit Cloud-Anbindung. Die App selbst ist kostenlos und steht für Android als auch iOS zur Verfügung. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth.

Eine neue Art der Übersetzung

Der Tragekomfort ist gewöhnungs­bedürftig, da die Kopfhörer der Pilot-Plattform selbst etwas unförmig wirken. Zum einen liegt dies an der Akku-Technik und zum anderen an dem Lautsprecher. Die Audioausgabe ist erfreulich klar, könnte jedoch etwas mehr Lautstärke ganz gut gebrauchen. Simultan-Übersetzen ist leider nicht möglich, auch wenn ein Kopfhörer-Paar gekoppelt und von zwei Personen verwendet werden kann.

Die Erkennung selbst ist in über 15 Sprachen möglich, wobei die Aufnahme in die Cloud geschickt und dort mittels maschineller Übersetzung, gepaart mit maschinellem Lernen, analysiert und übersetzt wird. Komplett offline funktioniert das System daher nicht, dies ist aber für die Zukunft der App geplant. Im Kopfhörer selbst ist eine solche Funktion nicht vorgesehen, es braucht zwingend das Smartphone dazu.

Pilot Translating
Die Übersetzung selbst erfolgt auf dem Smartphone
Schwankend ist die Erkennungsrate der gesprochenen Sätze und Wörter und auch stark davon abhängig, wie deutlich der Anwender spricht und wie laut die Umgebungs­geräusche sind. Auf der Messe in Barcelona gab es öfters nicht oder falsch erkannte Sätze. Alles können die Mikrofone mit Geräusch­unterdrückung eben doch nicht herausfiltern.

Verständigung einfach gemacht

Insgesamt ist das System allerdings vielversprechend und könnte tatsächlich die Kommunikation zwischen verschiedenen Sprachen erheblich vereinfachen. Mit 249 US-Dollar, theoretisch verfügbar im Winter 2017/2018 in Weiß, Schwarz oder Rot, ist die Pilot Übersetzungs­plattform ein interessantes Stück Technik.

Pilot Translating
Die speziellen Kopfhörer gibt es in Weiß, Schwarz und Rot
Zu den unterstützten Sprachen gehören neben Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch oder auch Griechisch auch Sprachen wie Russisch, Japanisch, Indisch, Arabisch und sogar Chinesisch.

Sollte der Gesprächspartner keine Pilot-Kopfhörer besitzen, kann die Kommunikation ach über die Smartphone-App erfolgen.

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