Musik

T-Mobile US: Fast alle Streaming-Dienste kostenlos

Während die Deutsche Telekom die Spotify-Daten-Flat einstellt, sind bei T-Mobile US immer mehr Streaming-Dienste kostenlos nutzbar. Wir haben das Angebot einem kurzen Test unterzogen.

Music Freedom bei T-Mobile US Music Freedom bei T-Mobile US
Foto: teltarif.de
In den vergangenen Jahren hatten Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom die Möglichkeit, das Musik-Streaming von Spotify als Option zu buchen, die nicht nur den Premium-Dienst der Musik-Flatrate umfasste, sondern auch das für Musik-Streaming anfallende Datenvolumen abgedeckt hat. Sprich: Das für Spotify-Streaming benötigte Datenvolumen wurde nicht vom Inklusivvolumen des Tarifs abgezogen.

Nun stellt die Telekom dieses Angebot zum 2. August für Neukunden ein - aus unternehmerischen Gründen, wie es heißt, und weil der Netzbetreiber der Ansicht ist, dass alle Kunden mittlerweile Tarif mit ausreichendem Datenvolumen haben. Schließlich sei das Inklusivvolumen in den vergangenen Jahren sukzessive erhöht worden. Der amerikanische Mobilfunk-Ableger der Deutschen Telekom, T-Mobile US, zeigt, dass es auch anders geht.

44 Musikdienste plus zahlreiche Video-Angebote inklusive

Music Freedom bei T-Mobile US Music Freedom bei T-Mobile US
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Mit Music Freedom, wie sich das Angebot in den Vereinigten Staaten nennt, ist nicht nur Spotify inklusive. Auch Dienste wie Apple Music, SoundCloud, Tunein Radio und Amazon Music lassen sich im Mobilfunknetz nutzen, ohne dass dafür Datenvolumen berechnet wird. Insgesamt 44 Musik- und Radiodienste werden von Music Freedom abgedeckt.

Auch TV-Streaming ist beim amerikanischen T-Mobile-Ableger inklusive. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kunden die großen Portale wie Amazon, Netflix und YouTube nutzen möchten, ober aber auf die Streming-App eines Fernsehsenders zugreifen. Dieses Angebot nennt sich Binge On. Dabei sind die Streaming-Optionen in den Vereinigten Staaten in den höherwertigen Tarifen bereits inkludiert - ohne Aufpreis und auch bei Prepaid-Preisplänen.

Kurz-Test in den USA

T-Mobile US weist transparent das komplette Datenvolumen und das tatsächlich berechnete Volumen aus T-Mobile US weist transparent das komplette Datenvolumen und das tatsächlich berechnete Volumen aus
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Wir haben Music Freedom in den vergangenen Wochen getestet. Dabei reichte beispielsweise auch ein Tunein-Radio-Standardaccount für das kostenlose Streaming aus, während der Netzbetreiber das Feature offiziell nur für Tunein Premium bewirbt. Im passwortgeschützten Kundenmenü auf der T-Mobile-US-Webseite ist jederzeit abrufbar, wie hoch die übertragene Datenmenge im aktuellen Abrechnungszeitraum insgesamt ist und welches Volumen unter dem Strich berechnet wird.

Während unseres Tests entfiel etwa die Hälfte der übertragenen Datenmenge auf Streaming. Das mag kein repräsentatives Nutzungsverhalten sein. Unterstellt man aber einem Spotify-Premium-Kunden, dass er die Musik-Flatrate auch tatsächlich verwendet, so könnte das Inklusivvolumen für Neukunden ab kommenden Dienstag auch recht schnell zu klein sein, so dass die Nutzer gezwungen sind, höherwertige und demnach teurere Tarife zu buchen. Das dürften die "unternehmerischen Gründe" sein, die hinter der Entscheidung der Telekom stehen, das Spotify-Angebot in seiner bisherigen Form einzustellen.

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