Musik-Flatrate

Musik aus dem Netz: Streaming-Anbieter im Vergleich

simfy, Napster, Juke.fm & Co. - was die Musik-Flatrates leisten
Von Thorsten Neuhetzki

Musik zu besitzen ist überflüssig, Musik zu mieten wird der Trend. Dieser Meinung sind viele Anbieter von Musik-Streaming - aber auch immer mehr Nutzer. Doch diese haben die Qual der Wahl: Inzwischen buhlt eine Vielzahl von Anbietern um die Gunst der Kunden. In einer rechtlichen Grauzone operierende Plattformen wie das gerade vom Netz gegangene Grooveshark bekommen zunehmend Probleme, zumal die legalen Angebote immer besser und erschwinglicher werden. Erst vor einigen Tagen startete mit Rdio ein neuer Dienst. Preis und Leistung sind bei allen scheinbar gleich - doch nur scheinbar. Wir zeigen Ihnen, welche Musik-Anbieter was bieten und wie viel sie kosten.

13 Millionen Songs zu kaufen, ist unbezahlbar

Musik auf allen Endgeräten: Die Dienste unterstützen unterschiedliche Systeme Musik auf allen Endgeräten: Die Dienste unterstützen unterschiedliche Systeme
Screenshot: teltarif.de
Zugriff auf alle Musik der Welt zu haben wäre für viele Musik-Fans ein Traum. Machbar ist das nicht; auch nicht mit den Streaming-Flatrates. Doch mehrere Millionen Songs lassen sich durch die Buchung einer der zahlreichen Musik-Flatrates realisieren. Die meisten Anbieter haben um die 13 Millionen Songs im Angebot. Würde man diese Anzahl der Lieder kaufen und ein Lied würde nur 10 Cent kosten, so entstünden Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Selbstverständlich ist bei 13 Millionen Songs für den Einzelnen auch viel Ausschuss dabei. Schließlich werden die wenigstens Techno-Fans Schlager hören und wer Volksmusik hört, hört in aller Regel kein Metal. Doch die Streaming-Plattformen erlauben auch, neue Musik kennen zu lernen. Sei es durch Playlisten oder Alben von Künstlern, von denen bis dato nur ein einziger Song bekannt war. Diese Möglichkeiten haben Musik-Fans beim klassischen CD oder MP3-Kauf nur bedingt. Und hier kostet ein einziges Album in der Regel 10 bis 15 Euro, als MP3-Download meistens 5 bis 10 Euro. Für diesen Preis lassen sich bereits Flatrates buchen.

Leider stehen aber auch bei 13 Millionen und mehr Songs nicht alle Lieder im Stream zur Verfügung. So verweigern einige Künstler, darunter auch namhafte wie die Toten Hosen, die Streaming-Rechte. Aber auch bei Bands, die an sich bei den Plattformen vertreten sind, fehlen einzelne Alben oder Songs.

Nach GEMA-Einigung sind noch weitere Dienste zu erwarten

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Bild: Rdio
Nach einer Einigung der GEMA mit der IT-Industrie im Dezember vergangenen Jahres drängen immer mehr Anbieter auf den Markt. Dabei ist der Bedarf aktuell noch klein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nutzen nur 28 Prozent der Internetnutzer Musik-Streaming-Dienste. Und nur sechs Prozent von ihnen nutzen kostenpflichtige Angebote. Dem gegenüber stehen inzwischen acht Dienste, die schon offiziell und legal auf dem deutschen Markt tätig sind. Hinzu kommen weitere, die im Graubereich arbeiten oder ihre Dienste noch nicht in Deutschland gestartet haben, sondern nur über Tricks nutzbar sind. Um diese geht es in diesem Artikel jedoch nicht. Auch Dienste wie iTunes Match berücksichtigen wir in diesem Artikel nicht, da sie voraussetzen, dass die Musik bereits als MP3-Datei vorliegt.

Das Prinzip ist bei allen Musik-Plattformen gleich: Die Millionen Songs liegen nicht auf der heimischen Festplatte, sondern auf einem Server des Anbieters. Abgerufen werden sie in aller Regel in dem Moment, wenn der Nutzer sie hören möchte. Doch der Nutzer ist bei den allermeisten Anbietern nicht auf den heimischen PC beschränkt. Fast alle Anbieter ermöglichen, dass die Musik auch auf dem Handy gehört werden kann. Die Lieder können hier dann unterwegs per UMTS abgerufen oder schon zu Hause per WLAN als Download auf das Handy gezogen werden. Einige Dienste bieten auch den Download auf den heimischen Rechner an. Noch vergleichsweise selten ist die Einbindung heimischer Audiogeräte möglich.

Auf der nächsten Seite finden Sie einen großen Vergleich aller Anbieter in einer Tabelle sowie entsprechende Analysen.

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