DVB-T

MPEG-4 soll bei DVB-T-Empfängern neuer Standard werden

EU-Kommission will Empfang vom Antennenfernsehen in ganz Europa ermöglichen
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Ein EU-Vorstoß soll zu einem Systemwechsel beim digital-terrestrischen Antennenfernsehen DVB-T führen. Die Europäische Kommission beabsichtigt, dass ab dem Jahr 2012 alle DVB-T-Empfangsgeräte in der Lage sein sollen, das Kompressionsverfahren H.264/MPEG-4 zu empfangen. Bisher ist MPEG-2 der Standard in den meisten europäischen Ländern, unter anderem Deutschland. Durch den MPEG-4-Standard würde sich die Anzahl der DVB-T-Programme erhöhen. Ist bei MPEG-2 die Ausstrahlung von lediglich bis zu vier TV-Sendern auf einem Kanal möglich, wären es bei MPEG-4 bis zu sieben. In einigen Ländern wie Lettland soll MPEG-4 sofort als Standard eingeführt werden.

Keine Verpflichtung zu DVB-T2

In Deutschland will die Mediengruppe RTL

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ihre Sender in künftigen Sendegebieten wie Stuttgart oder Mitteldeutschland gleich in MPEG-4 und zusätzlich mit einer Grundverschlüsselung ausstrahlen. Die künftigen Empfänger sind jedoch rückwärtskompatibel, das heißt, sie können auch die bisherigen MPEG-2-Signale dekomprimieren.

Die EU will mit ihrem Beschluss gewährleisten, dass in ganz Europa ein Empfang von DVB-T möglich wird. Keine Rede ist jedoch davon, dass die neuen Empfängergenerationen auch für den Standard DVB-T2, der unter anderem ein verbessertes Modulationsverfahren beinhalten soll, vorbereitet sein sollen.

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