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Vodafone und o2 wollen Bezahlsystem mpass weiter vorantreiben

mpass ist jetzt standardmäßig in Intershops Ecommerce-Plattform enthalten
Von Marc Kessler
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mpass [Link entfernt] , das im Oktober vergangenen Jahres gestartete mobile Bezahlsystem von Vodafone und o2, will künftig eine stärkere Verbreitung erzielen. Bislang kann nur bei wenigen Shops mit mpass bezahlt werden. Doch durch die Integration eines mpass-Zahlungsmoduls in die bei vielen großen Online-Shops genutzte Plattform "Enfinity" des IT-Unternehmens Intershop soll die Zahl von Shops, die mpass unterstützen, stark ansteigen.

mpass kann von Vodafone- und o2-Vertragskunden ohne vorherige Registrierung genutzt werden, da die Kontodaten des Kunden bereits bekannt sind. Zur Sicherheit muss jeder Bezahlvorgang mit einer SMS rückbestätigt werden können. Auch Kunden anderer Anbieter sowie Prepaid-Kunden können mpass nutzen, wenn sie sich einmalig auf der mpass-Website mit ihren Kontodaten registriert und eine PIN festgelegt haben.

mpass-Betreiber: Keine Angst vor PayPal

Die mpass-Option selbst ist sowohl für den Kunden als auch für den Webshop-Betreiber kostenfrei, lediglich für jede Transaktion fallen ähnlich wie bei Nutzung einer EC- oder Kreditkarte Kosten für den Betreiber an. Dass kürzlich auch die eBay-Tochter PayPal eine SMS-Bestätigung als zusätzliches Sicherheitselement beim mobilen Bezahlvorgang eingeführt und damit den direkten Wettbewerb eröffnet hat, stört die mpass-Betreiber indes nicht.

"Wir sehen den Wettbewerb positiv, da er allen Beteiligten hilft, diese Bezahlform überhaupt zu etablieren", sagt Martin Schurig, Produktmanager für Payment-Verfahren beim Mobilfunker o2. Und auch Intershop-Accountmanager Helge Gerullis sieht Vorteile: Dadurch, dass die mpass-Option in die aktuelle Enfinity-Version 6.3 integriert worden sei, bleibe die Shop-Plattform wettbewerbsfähig. Langfristig verfolge man das Ziel, die Online-Umsätze durch mpass weiter steigen zu lassen.

Zudem planen Vodafone und o2 auch für die Zukunft: In Kürze soll mpass auch im mobilen Internet genutzt werden können - dadurch, dass das System die Rufnummer des Kunden gleich erkennt, entfällt die SMS-Bestätigung, und die Zahlung wird allein durch Eingabe der PIN abgeschlossen.

Zukunft von mpass steht und fällt mit Verfügbarkeit der Zahlmethode

Im Gespräch mit teltarif.de auf der CeBIT mussten die beiden Gesprächspartner von o2 und Intershop jedoch zugeben, dass die Akzeptanz ihres Systems mpass von der breiten Verfügbarkeit auch bei großen und viel genutzten Online-Shops abhängt. Dazu führe man derzeit viele Gespräche mit möglichen Partnern, sagt Schurig. Schließlich könnten die Online-Shop-Betreiber auch Werbung mit dem neuen Bezahlsystem machen: Durch die Rückbestätigung per SMS vor Abschluss der Zahlung würden nämlich vor allem diejenigen Nutzer angesprochen, die besonderen Wert auf Sicherheit legten und deshalb dem Onlinekauf bislang eher skeptisch gegenüberstehen.

mpass langfristig via NFC?

Ob sich mpass in der bisherigen Variante langfristig halten kann, scheint auch bei Vodafone und o2 umstritten. In einer Produktpräsentation auf der CeBIT wurde langfristig die Verknüpfung von mpass auch mit der technischen Methode der Near Field Communication (NFC) prognostiziert. Für NFC muss es allerdings erst einmal kompatible Endgeräte geben, die bislang aber nur spärlich vorhanden sind.

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