Günstiger

Moto X Style und Play: 21-MP-Kamera für die High-End-Klasse

Motorola hat das Moto X Style und das Moto X Play vorgestellt. Beide Smartphones punkten mit einer 21-MP-Kamera. Neben den guten Specs soll vor allem ein niedriger Preis Kunden anlocken.
Von Hans-Georg Kluge
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Motorola hat neben dem Moto G der dritten Generation auch zwei weitere Smart­phones vorgestellt. Beide sind als Nachfolger des Moto X der zweiten Generation gedacht - richten sich jedoch an unter­schied­liche Kundenkreise.

Schon seit Längerem setzt Motorola auf ein weitgehend unverändertes Android-Betriebssystem, das bei den drei heutigen Neuheiten in Version 5.1.1 vorinstalliert ist. Ergänzend legt Motorola eine angepasste Sprachsteuerung und intelligente Assistenten-Apps hinzu.

Moto X Style: Günstiger als die High-End-Konkurrenz

Motorola hat das Moto X Style vorgestellt.Motorola hat das Moto X Style vorgestellt. Das Moto X Style soll Motorolas Top-Smartphone für 2015 werden. Der Hersteller setzt auf Qualcomms Sechs-Kern-Prozessor Snapdragon 808 - die maximale Taktfrequenz beträgt 1,8 GHz. Gegenüber dem Vorjahresmodell ist damit kein großer Leistungssprung zu erwarten. Das Smart­phone verfügt über 3 GB Arbeits­speicher. Motorola wird das Moto X Style mit den drei Speichergrößen 16, 32 und 64 GB anbieten - ein MicroSD-Slot nimmt Speicherkarten mit bis zu 128 GB auf.

Für Bilder sorgt ein 21-Megapixel-Chip. Die Blendenzahl gibt Motorola mit f/2.0 an. Ein 5-Megapixel-Bildsensor sorgt für Selfies, die Kamera Weitwinkel-Aufnahmen erlaubt. Außerdem hat Motorola einen nach vorne gerichteten Blitz eingebaut.

Motorola hat auch das Moto X Style mit einer wasserabweisenden Beschichtung versehen. Der Akku hat eine Kapazität von 3000 mAh. Auf drahtloses Laden verzichtet Motorola, implementiert dafür aber eine Schnelllade-Funktion.

In puncto Konnektivität ist alles an Bord, was ein High-End-Smartphone mitbringen muss. Qualcomms Chipsatz unterstützt WLAN ac und LTE. Motorola spricht von "Universal LTE Banding", wobei unklar bleibt, ob Käufer tatsächlich damit rechnen dürfen, dass alle weltweit verbreiteten Frequenzen an Bord sind.

Das Moto X Style soll ab September erhältlich sein. Für das Smart­phone mit der Grundausstattung nennt Motorola den Preis von 499 Euro, im Moto Maker soll das das Smart­phone ab 529 Euro erhältlich sein.

Moto X Play: Abgespecktes Style

Das Moto X Play soll in der oberen Mittelklasse Käufer anlocken.Das Moto X Play soll in der oberen Mittelklasse Käufer anlocken. Das Moto X Play ist in puncto Kamera ähnlich wie das Moto X Style ausgestattet - auch hier kommt also der 21-Megapixel-Sensor zum Einsatz. Auf einen Front-Flash müssen Nutzer aber verzichten. Auch die beim Moto X Style unterstützten 4k-Videoaufnahmen unterstützt das Moto X Play nicht.

Das liegt wohl am abgespeckten Prozessor: Hier hat sich Motorola für den Acht-Kern-Prozessor Snapdragon 615 entschieden. Problematisch ist dabei der recht langsame Grafikchip. Das Display ist mit einer Diagonale von 5,5 Zoll etwas kleiner als beim Moto X Style ausgefallen und löst auch nur mit Full-HD auf.

Der Akku ist mit 3630 mAh sogar um einiges leistungsfähiger als beim teureren Moto X Style.

Das Moto X Play soll im August auf den Markt kommen. Die günstigste Variante soll im Online-Handel 349 Euro kosten, im Moto Maker sollen die Preise bei 379 Euro beginnen. Wer sich für den größeren Speicher von 32 GB entscheidet, bezahlt mindestens 429 Euro.

Motorolas Neulinge: Das sind die Knackpunkte

Ob Motorola drei wirklich gute Smart­phones vorgestellt hat, erfahren wir erst in intensiven Testläufen. Das Moto G der dritten Generation ist bereits in unserer Redaktion eingetroffen. Hier wird es spannend zu sehen sein, ob das Smart­phone tatsächlich eine gute Kamera hat und ob die Leistung insgesamt stimmig ist.

Die beiden Moto-X-Smartphones kämpfen hingegen in einer anderen Liga. In beiden Fällen muss sich die Hauptkamera bewähren - hier hatte Motorola in der Vergangenheit schon öfter mehr versprochen und am Ende nicht geliefert.

Beide Neuvorstellungen der X-Reihe haben Prozessoren an Bord, die nicht zu den besten zählen - derzeit hat Samsung mit seinen Exynos-Prozessoren deutlich die Nase vorn. Erst ein Test kann zeigen, ob sich die Entscheidung gegen Qualcomms Snapdragon 810 auszahlt. Letzterer ist zwar gegenüber dem Exynos 7422 ebenfalls chancenlos, aber in Schlagdistanz. Er leidet jedoch unter Hitzewallungen und kann daher in vielen Smart­phones sein Potenzial nicht zeigen.

In einer eigenen News haben wir bereits über das Moto G der dritten Generation berichtet.

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