Kurz-Test

Motorola Milestone: Erster Test des neuen Android-Flaggschiffs

Display und Performance hinterlassen guten Eindruck im Test

Seit Anfang dieser Woche ist das Motorola Milestone als erstes Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Android 2.0 auf dem deutschen Markt erhältlich. Mit o2, Vodafone und The Phone House haben gleich drei Anbieter das neue Motorola-Flaggschiff in ihr Sortiment aufgenommen. Bislang ist das Handy allerdings kaum verfügbar, da der Hersteller offenbar Lieferschwierigkeiten hat.

Motorola Milestone

Dank o2 hatten wir heute Gelegenheit, das Motorola Milestone einem ersten Test zu unterziehen. Das Handy kommt zusammen mit Akku, Ladekabel, USB-Kabel, Headset und einer Software-CD. Zudem gehört eine 8 GB große Speicherkarte zum Lieferumfang. Diese kann durch einen bis zu 32 GB großen Speicherchip im microSD-Format ersetzt werden, wenn der Platz auf der mitgelieferten Karte nicht ausreicht.

Großer Touchscreen und vollwertige QWERTZ-Tastatur

Motorola Milestone Motorola Milestone
Foto: teltarif.de
Das Smartphone ist 60 mal 116 mal 14 Millimeter groß und wiegt 169 Gramm. Es gehört damit nicht gerade zu den Leichtgewichten unter den Mobiltelefonen, liegt aber dennoch gut in der Hand. Zudem bietet es einen 3,7 Zoll großen Touchscreen und eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, die bei dem Slider-Modell seitlich aufgeschoben wird.

Technisch verspricht das Handy HSDPA und HSUPA sowie WLAN für den mobilen Internet-Zugang. Für die mobile Navigation steht ein A-GPS-Empfänger zur Verfügung. Dank einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse kann neben dem mitgelieferten Headset auch ein anderer Kopfhörer verwendet werden.

Gute Verarbeitung, aber schwergängiger Slider

Das Motorola Milestone ist gut verarbeitet. Der Slider ist allerdings etwas schwergängig - ein Umstand, der sich bei intensivem und längerem Betrieb vermutlich ändern wird. Die QWERTZ-Tastatur ist etwas gewöhnungsbedürftig, zumal die Tasten recht eng nebeneinander liegen. Dadurch vertippt man sich recht schnell. Vermutlich ist das aber Gewohnheitssache.

Umlaute sind über ein Menü auswählbar, das zum Vorschein kommt, wenn man den jeweiligen Buchstaben einige Sekunden gedrückt hält. Für ein "ä" hält man beispielsweise das "a" gedrückt, bis das Menü angezeigt wird, so dass der Umlaut ausgewählt werden kann. Auf dem gleichen Weg kommen die Sonderzeichen auch auf der virtuellen Tastatur auf dem Touchscreen zum Vorschein, die alternativ zur echten Tastatur eingesetzt werden kann.

Der Mobilfunk- und WLAN-Empfang des Motorola Milestone hinterließ im ersten Test einen guten Eindruck. Für eine endgültige Beurteilung ist es jedoch noch zu früh, zumal es Unterschiede zwischen GSM und UMTS sowie zwischen den einzelnen Frequenzbereichen geben kann. Auch die Sprachqualität bei Telefonaten ist gut.

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Probleme machte bei der Inbetriebnahme unseres Testgeräts die Einrichtung des Google-Kontos. Da man diese auch zu einem späteren Zeitpunkt erledigen kann, haben wir den Schritt zunächst übersprungen und so festgestellt, dass andere Datendienste problemlos genutzt werden können. Nach einem Reboot konnten wir dann auch den Google-Account aktivieren. Wenige Sekunden später wurden die Daten mit dem Google-Server synchronisiert. Etwas enttäuschend ist auf den ersten Blick die Unterstützung für Microsoft Exchange. Hier wurden in unserem Test zwar E-Mails und Kontakte, nicht aber der Kalender synchronisiert.

Mehr zu unseren ersten Eindrücken vom Motorola Milestone und von neuen Betriebssystem Android 2.0 lesen Sie auf Seite 2.

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