Vergleich

Kaufentscheidung: Motorola Milestone 2 oder HTC Desire Z im Test

Zwei Android-2.2-Smartphones im direkten Vergleich
Von Thorsten Neuhetzki
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Wer ein aktuelles Smartphone mit QWERTZ-Tastatur sucht, kommt bei seiner Suche sehr schnell bei den recht ähnlichen Geräten Motorola Milestone 2 und HTC Desire Z raus. Da diese beiden auf Android basierenden Handys sich sehr ähnlich sind, schwanken viele potenzielle Käufer genau zwischen diesen beiden Handys - zumindest dann, wenn sie kein Interesse an anderen Betriebssystemen haben. Wir haben uns sowohl das Motorola Milestone 2 als auch das HTC Desire Z ausführlich angeschaut, in der Praxis getestet und Vor- und Nachteile bei beiden Modellen entdeckt. Wir zeigen Ihnen die beiden Geräte im Vergleich.

Im Vergleich: Motorola Milestone 2 und HTC Desire ZIm Vergleich: Motorola Milestone 2 und HTC Desire Z Zunächst zum optischen Teil: Liegen beide Geräte nebeneinander, so wirkt das Desire Z deutlich wertiger als das Milestone 2. Das liegt vor allem an der Edelstahl-Optik, die dem Handy einen edleren Anstrich gibt. In die Hand genommen wirkt das Desire Z deutlich schwerer als der Milestone 2. Der Unterschied liegt jedoch bei nur 14 Gramm. Mit gewogenen 171 (beim Milestone 2) bzw. 185 Gramm inkl. SIM- und Speicherkarte sind beides jedoch keine Leichtgewichte.

Schiebemechanismus ist grundsätzlich unterschiedlich

Aufschieben des HTC Desire ZAufschieben des HTC Desire Z Die QWERTZ-Tastatur verbirgt sich bei beiden Geräten unter dem Display. Um sie zu nutzen, muss das Handy um 90 Grad quer gedreht werden (Landscape-Modus). Beim Milestone 2 lässt sich das Display nach oben schieben. Bei einem relativ neuem Gerät geht dieses nicht zu leicht aber auch nicht zu schwer. Das Aufschieben kann zu jedem Zeitpunkt unterbrochen werden - wenngleich die Tastatur dann nicht voll nutzbar ist. Display und Tastatur sind durch eine Schiene miteinander verbunden. Durch den Abstand zwischen Tastatur und Display kann sich der Nutzer recht leicht die Finger klemmen.Durch den Abstand zwischen Tastatur und Display kann sich der Nutzer recht leicht die Finger klemmen.

Anders beim Desire Z. Auch hier muss das Display hochgeschoben werden. Allerdings verändert sich dabei der Abstand zwischen Tastatur und Display, so dass das Display eine Art Kurve zurück legt. Verbunden ist das Display nur durch zwei relativ dünne Verbindungsstäbe mit der Tastaur. Wenn es nicht festgehalten wird, kennt das Display nur zwei Positionen: Ausgefahren oder eingefahren. Beim Aufschieben entwickelt dass Display eine enorme Eigendynamik. Wird das Handy nicht richtig festgehalten, kann es durchaus passieren, dass das Handy durch den Schwung, den das Handy entwickelt, aus der Hand rutscht. Gerade wenn es auf Beton fällt oder der Nutzer an einem Bahngleis steht keine erlebenswerte Erfahrung. Beim Zuschieben wiederum kann es schnell passieren, dass die Haut der Finger sich zwischen den zuschnappenden Elementen wiederfindet, was je nach Schwung durchaus schmerzhaft sein kann.

Desire Z Schiebemechanismus im Video

Das nachfolgende Youtube-Video zeigt anschaulich, wie das HTC Desire Z gebaut ist und zeigt auch die Eigendynamik sowie die Finger-Klemm-Gefahr.

Auch wenn die Tastatur eingefahren ist, macht die Bauweise des Desire Z nicht den stabilen Eindruck, den man sich bei einem Gerät in der Preisklasse jenseits der 400 Euro wünschen würde. Das Milestone-2-Display indes ist fest. Wird das Handy lose in einer Hosentasche getragen, kann es hier jedoch passieren, dass sich das Display ein wenig aufschiebt.

HTC und Motorola setzen eigene Android-Oberflächen ein

Beide Handys sind ausgestattet mit Android in der Version 2.2, also der derzeit aktuellen, gängigen Variante. Ankündigungenen zu 2.3 gibt es bei beiden Geräten nicht. Allerdings konnten beide Hersteller offenbar nicht umhin, dem Android-System einen eigenen Anstrich zu verpassen. Bei Motorola ist dies Motoblur, bei HTC das HTC Sense. Diese beiden Oberflächen bringen eigene Features mit sich, die zum Teil von Android erheblich abweichen. Das betrifft beispielsweise die Darstellung auf den Homescreens, aber auch Features wie einen eingebauten Akkuschoner oder Datenzähler. Die ungewohnten Homescreens lassen sich jedoch durch das Installieren eines Alternativ-Launchers weitestgehend umgehen. Nachteil derartiger eigener Oberflächen ist die Verzögerung bei Anpassungen, gibt es neue Android-Versionen.

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