Kompletter Leak

Moto Z2 Play: Dünner mit stärkerer Kamera

Eigentlich wollte die Lenovo-Tochter Motorola in wenigen Tagen neue Android-Smartphones, darunter das Moto Z2 Play, vorstellen. Doch ein umfassender Leak lässt keinen Spielraum mehr für Überraschungen.
Von Stefan Kirchner
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Mit dem Moto Z Play hatte Motorola letztes Jahr ein sehr erfolgreiches Android-Smartphone auf den Markt gebracht, welches in wenigen Tagen mit dem Moto Z2 Play einen Nachfolger bekommt. Doch der große Pluspunkt mit dem dicken Akku wird bei der zweiten Generation gestrichen: Von 3510 mAh Kapazität schrumpft der Akku auf nur noch 3000 mAh, wie WinFuture berichtet. Dafür ist das Android-Smartphone mit 6,6 Millimeter umso dünner. Dennoch wird das Smartphone dadurch eventuell etwas weniger interessant werden.

Erhalten bleibt das 5,5 Zoll große IPS-Display mit 1080 mal 1920 Pixel Auflösung, während der mit 2,2 GHz leicht schnellere Snapdragon 626 Prozessor seinen Dienst verrichtet, wird der Speicher von 3 GB RAM und 32 GB interner Speicher auf nunmehr 4 GB RAM und 64 GB internen Speicher vergrößert. In der Mittelklasse nach wie vor eher eine Seltenheit und sehr zu begrüßen. WLAN-ac, Bluetooth 4.2, GPS und NFC bietet das Moto Z2 Play auch.

Je nach Region soll das Moto Z2 Play zwei SIM-Karten aufnehmen können. Höchstwahrscheinlich wird es sich dabei um einen Hybrid-Slot handeln, der wahlweise eine zweite Nano-SIM oder eine microSD-Speicherkarte aufnimmt. Ein wasserdichtes Gehäuse mit IP-Zertifizierung wird das Gerät nicht haben.

Kamera-Highlight und Moto Mods

Lenovo Moto Z2 PlayDünner mit besserer Kamera und mehr Speicher: Das Lenovo Moto Z2 Play Da wie gesagt der Riesen-Akku nicht mehr das Kaufargument sein wird, mussten sich die Ingenieure etwas anderes als Highlight einfallen lassen. Das haben sie in Form der 12 Megapixel auflösenden Kamera, die nominell zwar unter der 16 Megapixel Kamera des Moto Z Play rangiert, mit Dual-Pixel Autofokus aber durchaus schnellere und bessere Ergebnisse liefern könnte. Die Frontkamera wird mit 5 Megapixel angegeben.

Als zweites Highlight könnte man die Weiterführung der Idee mit den Moto Mods bezeichnen. Das System mit den per Magnethalterung anklippbaren Gadgets hat sich als weit praktikabler erwiesen als LGs Modul-Versuch letztes Jahr mit dem G5. Die bisher erhältlichen Moto Mods mit Lautsprecher, Hasselblad-Kamera, Zusatz-Akku oder dem Mini-Projektor sind komplett kompatibel mit dem Moto Z2 Play.

Vorinstalliert ist Android 7.1.1 Nougat, welches Motorola wie die letzten Jahre zuvor auch nicht großartig verändert. Bis auf die Verwaltung der Mods und den Motorola-eigenen Apps wird das Android-Betriebssystem nicht angerührt.

Keine Überraschungen mehr

Unterm Strich gibt es nun nicht mehr viel, was Lenovo bei der offiziellen Präsentation verraten kann. Lediglich ab wann das Moto Z2 Play im Handel verfügbar ist und zu welchen Preisen. Auch neue Moto Mods wären denkbar, zum Beispiel das vor einiger Zeit erfolgreich gestartete Keyboard-Mod für die Moto-Z-Reihe, womit sich kompatible Modelle von Lenovo mit einer ausziehbaren Hardware-Tastatur funktional erweitern lassen.

Lenovo Moto Z2 Play
In Südamerika gibt es auch Pakete mit zugehörigem Moto Mod
Spannend wird das Vorhaben, das Moto Z2 Play in einigen Ländern in Kompbination mit einem Moto Mod zu vermarkten. So sind laut dem WinFuture-Bericht in Südamerika Pakete bestehend aus dem Android-Smartphone und dem Akku-Mod, Kamera-Mod, Projektor-Mod oder dem Lautsprecher-Mod geplant. Ob es ähnliche Aktionen auch hierzulande geben wird, ist unbekannt, aber durchaus denkbar. Vermutlich wird sich Motorola Deutschland zu gegebener Zeit dazu äußern.

Das Moto Z2 Play wird aber nur ein weiteres Modell der vielen geplanten Neuheiten 2017 werden.

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