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Motorola verspricht schnellere Android-Updates

Mindestens eine größere Firmware-Aktualisierung für jedes Gerät
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Der amerikanische Handy-Hersteller Motorola feierte mit dem Motorola Milestone im vergangenen Jahr sein Comeback, nachdem es in den Jahren zuvor sehr ruhig um dieses Unternehmen war. Das in den USA auch als Motorola Droid bekannte Gerät verkaufte sich sehr gut und galt noch vor wenigen Monaten als eines der Spitzenmodelle unter den Android-Smartphones.

Spätes Froyo-Update für Motorola MilestoneSpätes Froyo-Update für Motorola Milestone In den letzten Wochen erntete Motorola dagegen viel Kritik, da sich das schon für Ende 2010 versprochene Froyo-Update für das Milestone immer wieder verzögert. Die Aktualisierung auf Android 2.2 soll noch im ersten Quartal 2011 kommen. Einen genauen Termin nennt der Hersteller indes nicht. Alle Froyo-Features sollen ohnehin nicht unterstützt werden. So will Motorola beispielsweise auf den Mobile Hotspot und auf Flash-Unterstützung verzichten.

Motorola: "Updates werden künftig fest eingeplant"

Im Rahmen des Mobile World Congresses (MWC) in Barcelona äußerte sich Motorola zur Problematik und erklärte, der Hersteller habe zu Beginn seiner Laufbahn als Produzent von Android-Handys eher auf die Hardware geachtet und weniger auf die Möglichkeit, spätere Software-Updates zu ermöglichen - und das, obwohl es auch im vergangenen Jahr schon mehrere Firmware-Aktualisierungen von Google gab.

Bei neueren Smartphone-Modellen will Motorola nach eigenen Angaben verstärkt darauf achten, schnellere Software-Updates zu ermöglichen. Mindestens eine größere Aktualisierung soll es für jedes neue Android-Handy geben, wie der amerikanische Elektronikkonzern in Barcelona verriet.

Auch das ist allerdings sehr wenig, wenn man bedenkt, dass Google anlässlich des MWC angekündigt hat, Android im Sechs-Monate-Rhythmus mit größeren Updates auszustatten. So bekommen die Käufer eines Motorola-Smartphones vielleicht das erste Update. Spätestens nach einem Jahr ist die Firmware aber abermals veraltet. Hier wäre Google als Betriebssystem-Lieferant gefragt, den Herstellern entsprechende Vorgaben zu machen.

Der Bootloader bleibt auch bei neuen Smartphones gesperrt

Nur beim Tablet Motorola Xoom, nicht aber bei Smartphones will Motorola den Kunden ermöglichen, den Bootloader zu öffnen, so dass es möglich ist, individuell angepasste Firmware zu installieren. Auf dem Xoom sei diese Funktion aber ebenfalls nur für Entwickler gedacht, weniger für Endkunden. Motorola begründet den Schritt mit Sicherheitsmaßnahmen, die unter anderem auch von den Mobilfunk-Netzbetreibern und -Providern verlangt würden. Allerdings ist diese Begründung wenig glaubhaft, zumal die meisten anderen Hersteller auf diese Maßnahme verzichten.

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