Getestet

Moto G im Test: Motorolas Preiskracher für Smartphone-Einsteiger

Knackpunkt ist der interne Speicher - Leistungswerte sehr gut
Von Hans-Georg Kluge

Mit dem Moto G hat Motorola ein Smart­phone vorgestellt, das mit dem Preis auf­trumpfen möchte. Wir haben das Modell mit 8 GB internem Speicher getestet und zeigen Ihnen, ob das Moto G überzeugen kann. Unsere ersten Eindrücke lesen Sie in unserem Hands-on-Bericht.

So liegt das Moto G in der Hand

Datenblätter

Die Rückseite des Moto G besteht aus mattem schwarzem Plastik. Zum Rand hin ist die Rück­seite etwas abgerundet, so dass das Smart­phone sehr gut und rutschfest in der Hand liegt. Hinter der rückwärtigen Klappe können wir die Micro-SIM-Karte einlegen - allerdings gestaltet sich das Abnehmen sehr schwer, das die Plastik-Clips die Rückseite sehr fest - vielleicht zu fest - halten. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Der Akku ist nicht zu entfernen.

Das Moto G Das Moto G
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Motorola verbaut im Moto G ein 4,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 720 mal 1 280 Pixel. Die Pixeldichte ist deswegen so hoch, dass einzelne Pixel kaum mehr zu erkennen sind. Die Schrift­darstellung ist deswegen sehr gut, auch Bilder kommen schön zur Geltung. Die Einblick­winkel sind gut, bei schrägen Blick­winkeln liegt ein leichter Grau-Schleier über dem Display. Motorola setzt für die Navigation auf die Software-Buttons am unteren Ende des Displays. Diese nehmen natürlich Platz weg, so dass letztlich nur 4,27 Zoll nutzbar sind.

Die Software: Android 4.3 mit Update-Garantie

Motorola setzt im Moto G auf Android in Version 4.3 und garantiert ein Update auf das aktuelle Android Kitkat 4.4. Es gibt nur wenige Software-Beigaben, die über den Android-Standard hinausgehen - auch an der Oberfläche selbst hat Motorola wenig geändert. Das hat den Vorteil, dass keine zusätzlichen Werbe-Apps an Bord sind. Über den Play Store lassen sich weitere Apps installieren.

Motorola Migrate überträgt Daten vom alten auf das neue Smartphone. Motorola Migrate überträgt Daten vom alten auf das neue Smartphone.
Screenshots: teltarif.de
Zwei zusätzliche Apps gibt es dennoch. Zunächst Motorola Migrate. Dieses Tool hilft dabei, Daten vom alten Android-Smartphone zu übernehmen - auf diesem müssen Nutzer Motorola Migrate ebenfalls installieren. Die Daten werden zwischen deb beiden Smartphones direkt ausgetauscht - fremde Server sind nicht im Spiel. In unserem Test klappte dies sehr gut. Anruflisten und SMS waren danach auf dem Moto G vorhanden. Bei den Kontakten werden aber nur SIM-Kontakte übertragen - über Gmail synchronisierte Daten stehen auf dem neuen Smartphone so aber nicht zur Verfügung. Auch WLAN-Passwörter und den Google Account müssen Nutzer manuell einrichten. Insgesamt ein hilfreiches Tool, das aber Smartphone-Neulingen nicht weiter hilft, denn die App gibt es nur im Google Play Store. Von klassischen Einfach-Handys kann die Software die Daten nicht übertragen.

Bei der zweiten App handelt es sich um einen Assistenten, der je nach Situation verschiedene Einstellungen verändert. Das können Meetings sein, aber auch Autofahrten. Letztere werden über die Beschleunigungs-Sensoren und die aktuelle Geschwindigkeit erkannt. Meetings wahrscheinlich über den Termin­kalender.

Leistung und Speicherplatz des Moto G

Das Display des Moto G ist hell und scharf. Das Display des Moto G ist hell und scharf.
Bild: teltarif.de
Wer für 170 Euro Hochleistung erwartet, dürfte vom Moto G letztlich enttäuscht werden. In unserem ausführlichen Test haben wir gesehen, dass der Quad-Core-Prozessor tatsächlich genug Dampf hat, um das Smartphone stets ruckelfrei zu betreiben. Für anspruchsvolle Spiele ist das Moto G nicht vollends geeignet - das zeigen auch Benchmark-Ergebnisse. Das wäre in dieser Preis­klasse aber auch höchst unerwartet gewesen. Auch wer sehr viele Apps installiert, wird irgendwann an Grenzen stoßen. Hier sehen wir aber kein echtes Problem: Einsteiger haben bei diesem Smartphone große Leistungs­reserven und werden kaum an Grenzen stoßen. Wer mehr als 100 Apps installieren möchte, kommt hier sowieso wegen des mangelnden Speicher­platzes schnell an Grenzen:

In Sachen Speicherplatz kommen wir zu einem gemischten Urteil. Zu Beginn sind rund 4,7 GB Speicher frei - der Speicher ist nicht erweiterbar. Wer mit dem Moto G seinen MP3-Player ersetzen möchte, hat also kaum Platz für Musik zur Verfügung. Noch problem­atischer sieht es für Video-Fans aus. Wer auf Streaming außerhalb des heimischen WLAN setzt, müsste wiederum einen umfangreichen und teuren Datentarif buchen - für Einsteiger unattraktiv. Für Apps und einige Gelegen­heits­spiele reicht der Platz aber aus. Das 16-GB-Modell dürfte auf rund 11 bis 12 GB freien Speicher kommen. Nebenbei: Auch das Nexus 4 kam letztes Jahr mit 8 GB internem Speicher auf den Markt - damals für 299 Euro.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, wie sich die Kamera des Moto G schlägt. Dort erfahren Sie auch, ob das Moto G beim Telefonieren überzeugt.

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