Home Location Register

So funktioniert ein Mobilfunknetz: Von der Basisstation zum HLR

Über das Home Location Register findet das Mobilfunknetz heraus, an welche Sendemast Anrufe, SMS und mobile Daten geschickt werden müssen.
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Wenn Sie mobil telefonieren oder andere Mobilfunk­dienste nutzen, so nimmt ihr Handy als erstes Kontakt mit einer Basis­station auf, die mit BTS (für Base Transceiver Station) abgekürzt wird. Bei UMTS-Netzen wird diese Basisstation als "Node B" bezeichnet. Basis­stationen gibts in verschiedenen "Größen". Je enger die Zellen (zum Beispiel in Großstädten) aufgebaut sind, desto näher stehen die Sender beieinander. In großen Gebäuden, etwa Bahnhöfen, Flughäfen oder Einkaufs­zentren aber auch an sehr belebten Orten können kleine Sender oder Repeater aufgestellt sein.

Eine Sende­station hat meistens mehrere Funk­kanäle und jeder Funkkanal wird in Zeit­schlitze eingeteilt. Fällt eine Basis­station aus - etwa weil die Elektronik streikt oder der Strom wegbleibt - ist das ärgerlich, aber gerade in der Stadt können Sie noch einen Nachbar­sender erreichen, der dann die Arbeit übernimmt. In ländlichen Regionen, wo einzelne Sender zum Teil mehrere Quadrat-Kilometer Fläche abdecken, ist hingegen oftmals keine Nachbar­zelle erreichbar.

Grafik: So ist ein Mobilfunknetz aufgebaut

Grafik: So ist ein Mobilfunknetz aufgebaut
Die Hierarchie eines Mobilfunknetzes. Ohne die Daten des HLR funktioniert das Netz nicht. Grafik: teltarif.de

Mehrere dieser Basis­stationen gehören zu einem BSC (Base Station Controller), der die Übergaben (Handover) des Handys zwischen den einzelnen Sende­stationen und Zellen verwaltet. Er kümmert sich also darum, dass ein Gespräch auch während einer Fahrt nicht abreißt und an einen anderen Sendemast übergeben wird. Fällt der BSC aus, dann sind alle an ihn angeschlossenen Basis­stationen offline, das Gebiet ist aber in der Regel überschaubar.

Aber welche Bedeutung hat denn nun ein HLR? Wir zeigen es Ihnen auf der folgenden Seite.

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