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Portierung: So beantragen Sie die Rufnummernmitnahme

Die Handy-Nummer zum neuen Anbieter mitnehmen - kein Problem. Aber es gilt, auf die Details wie Fristen, Bestimmungen und mehr zu achten.
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Den Handy-Vertrag wechseln und die bis­herige Rufnummer behalten: kein Problem. Durch die im Mai 2012 vollzogenen Änderungen im Tele­kommuni­kations­gesetz ist mittlerweile auch jederzeit eine Portierung der Handynummer - also die Mitnahme der bestehenden Nummer - zu einem neuen Anbieter möglich. Der alte Vertrag muss hierfür nicht gekündigt werden. Wenn Sie ihn weiterhin benutzen wollen, können Sie eine Ersatz-Mobilfunkrufnummer erhalten.

Ist der alte Mobilfunk-Vertrag allerdings gekündigt, ist eine gewisse Eile geboten - denn nur bis 30 Tage danach kann der Nutzer seine Nummer noch mitnehmen, wobei er Bearbeitungs­fristen zu beachten hat, die in diese Zeit mit eingerechnet werden müssen.

Die Rufnummern­mitnahme ist vor allem für Neu­verträge gedacht. Bei Vodafone und o2 ist allerdings auch eine Portierung auf andere bestehende Verträge möglich. Bei diesen verfällt dann die bisherige Nummer. Die Mobilfunk­sparte der Telekom bieten diesen Service nicht.

Portierung: Auf korrekte Daten achten

Portierung: So beantragen Sie die RufnummernmitnahmePortierung: So beantragen Sie die Rufnummernmitnahme Wichtig ist: Beim alten und neuen Anbieter müssen die Nutzer-Daten genau über­ein­stimmen. Da die Abgleichung maschinell erfolgt, führen Abweichungen automatisch zum Scheitern der Portierung.

Der Abgleich der Basis-Daten kann in speziellen Fällen recht tückisch sein. Ein Beispiel: Ein Arbeit­nehmer, der aus einem Unternehmen ausscheidet, aber die Nummer seines Dienst­handys behalten möchte. Manches Mobilfunk-Unternehmen lässt keine Firmen­adressen zu - der maschinelle Abgleich schlägt entsprechend fehl.

Eine naheliegende Möglichkeit wäre, beim bisherigen Anbieter die Vertragsdaten zu ändern - wenn die Portierung vor Ende des Vertrages beantragt wird, kein Problem. Wenn die Nummer indes nachträglich portiert werden soll, hat der Kunde bei seinem bereits beendeten Vertrag keinen Zugriff mehr auf seine Vertrags­daten.

Ablauf der Portierung

Der neue Mobilfunk­anbieter teilt den Termin der Portierung per SMS mit. Da der alte Anbieter die Nummer abschaltet und der neue diese aufschalten muss, kann es zu kurz­fristigen Empfangs­unterbrechungen kommen, die in der Regel höchstens einige Stunden dauern. Dies ist auf die technische Funktions­weise der Rufnummern­mitnahme zurückzuführen: Die Portierung unter Bei­behaltung der bestehenden Vor­wahl wird über eine bei T-Systems beheimatete "zentrale MasterRoutingDatenBank" (zMRDB) realisiert, die alle portierten Mobilfunk­nummern enthält. Die Netz­betreiber beziehen täglich zwischen 0 und 6 Uhr die aktuelle Version, um Gespräche korrekt weiter­leiten zu können. Hierdurch entstehen zum Zeitpunkt der Portierung Erreichbarkeits­lücken.

Festnetznummern sind auf mobilen Festnetzersatz portierbar

Einige Mobilfunk­anbieter bieten auch Verträge und Optionen, die neben der Mobilfunk­nummer eine Festnetznummer vergeben (eine komplette Tarif-Übersicht finden Sie auf unserer Seite zu Homezone-Tarifen der verschiedenen Anbieter). Neben der Portierung der Mobilfunk­nummer kann der Nutzer in diesem Fall die bisherige Festnetz­anschluss­nummer als "mobile" Festnetz­nummer übernehmen. Anders als bei der Portierung einer Handy­nummer darf der Kunde jedoch den Festnetz­anschluss in keinem Fall selbst kündigen, da sonst die Portierung der alten Festnetz­nummer nicht mehr möglich ist. Die Rufnummern­mitnahme beantragt er lediglich beim neuen Anbieter, der alle weiteren Schritte übernimmt.

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