Netzversorgung

Netz­ab­deckung bei Telekom, Vodafone und o2 im Vergleich

Welches Netz hat die beste Netz­abde­ckung? Wir zeigen, worauf Sie bei der Wahl des Netzes zwischen Telekom (T-Mobile), Voda­fone und o2 (Telefónica) achten sollten.
Von Ralf Trautmann /
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Wer sich ein Handy und einen passenden Tarif zulegen will, kann sich über einen rasanten Preis­verfall bei Mobil­funk-Ange­boten in den vergan­genen Jahren freuen: Discounter locken mit güns­tigen Tarifen und zwingen die Netz­betreiber ihrer­seits zu Preis­reduzierungen oder einer besseren Inklu­sivleis­tung.

Vor Tarifwahl: Netzabdeckung vergleichenVor Tarifwahl: Netzabdeckung vergleichen Doch bei der Suche nach einem neuen Handy-Tarif sollte nicht nur auf die Kosten geachtet werden - auch Netz­ausbau und Netz­abdeckung sind wichtig, damit wirk­lich Freude aufkommt. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie achten sollten und wie Sie sich über den aktu­ellen Ausbau­stand bei der Telekom (vormals T-Mobile, früher D1-Netz genannt), bei Voda­fone (früher als D2-Netz bezeichnet) und o2 (Telefónica-Netz) infor­mieren können. Einen ersten Über­blick über die Netz­ver­sor­gung vor Ort liefern die Netz­abdeckungs­karten der Telekom, von Voda­fone sowie Telefónica. In der nach­folgenden Box finden Sie Links zu den Karten der jewei­ligen Anbieter auf deren Home­page.

Die offi­zielle Netz­abde­ckung

Offi­zielle Karten zur Netz­abde­ckung von den Netz­betrei­bern
Dabei besteht in puncto Handy-Tele­fonie bei der Grund­ver­sor­gung heut­zutage nur noch an äußerst abge­legenen Orten ein Problem: Der GSM-Ausbau ist so weit fort­geschritten, dass bei allen Netz­betreibern eine nahezu bevölkerungs­deckende Versor­gung besteht, und auch abseits bewohnter Gebiete ist die Versor­gung in vielen Fällen noch gegeben. Trotzdem kann es vor allem in Gebäuden zu Empfangs­problemen kommen - hier hilft im Zweifel der Test mit einem Gerät von Freunden oder Bekannten oder einer test­weise erwor­benen Prepaid­karte im gewünschten Netz.

Gemes­sene Netz­abde­ckung von Experten und Commu­nities

Handy-Nutzern fällt beim Studium der offi­ziellen Netz­abde­ckungs­karten, die von den Netz­betrei­bern bereit­gestellt werden, regel­mäßig auf, dass diese in einigen Regionen nicht notwen­diger­weise mit der Realität vor Ort über­einstimmen müssen. Das kann mehrere Gründe haben: Gege­benen­falls werden kurz­fris­tige Ausfälle oder Netz-Repa­raturen nicht in die Karten aufge­nommen, oder die Netz­betreiber tragen eine neue Basis­station als aktiv ein, obwohl sich deren Schal­tung verzö­gert.

Profes­sionelle Firmen und freie Commu­nities haben daher eigene Netz­versor­gungs­karten erstellt. Diese können auf verschie­denar­tige Weise zustan­dekommen. Netz­analyse-Firmen fahren mitunter mehrere Wochen oder Monate durchs Land, proto­kollieren mit teuren Geräten die Netz­versor­gung und publi­zieren die Ergeb­nisse dann über Fach­medien als Netz­test. Bekannt sind der Connect-Netz­test in Zusam­menar­beit mit dem Mess-Unter­nehmen Umlaut und der Compu­terbild-Netz­test in Zusam­menar­beit mit RadioOpt, bei dem App-Nutzer Daten über­mitteln.

Auch freie Commu­nities und inzwi­schen sogar die Bundes­regie­rung stellen den Bürgern Apps zur Verfü­gung, mit denen diese eine Moment­aufnahme des Netzes vor Ort machen und diese Daten einsenden können. Daraus werden dann eben­falls infor­mative Karten erstellt. Doch auch von Mess­firmen und freien Commu­nities erstellte Karten sind niemals ganz voll­ständig. In der nach­folgenden Box nennen wir einige Projekte mit ihren Netz­abde­ckungs­karten:

Netz­abde­ckung und Netz­verfüg­barkeit: Das sollten Sie beachten

Beim Check der Netz­abde­ckung sollten Sie beachten: Natür­lich ist nicht nur die Versor­gung am eigenen Wohn­ort wichtig, sondern auch der Empfang an stark frequen­tierten Orten, denn das Handy wird natur­gemäß vor allem unter­wegs genutzt. Die gene­relle Netz­verfüg­barkeit wiederum ist bei Telekom, Voda­fone und Telefónica heut­zutage kein Problem mehr. Aller­dings stellt sich zuneh­mend die Kapa­zitäts­frage bei Daten­netzen. Je nach Netz und Ort können UMTS und LTE stark über­lastet sein, wenn die Anbieter Bedarf und Kapa­zität im Netz falsch einschätzen.

Außerdem werden in den kommenden Jahren die UMTS-Netze sukzes­sive abge­schaltet und die Frequenzen für neuere Funk­stan­dards umge­widmet. Für die Nutzung des mobilen Inter­nets sollten Sie also insbe­sondere auf eine gute LTE-Versor­gung achten und sowohl einen Tarif als auch ein Handy mit LTE-Unter­stüt­zung nutzen.

Konso­lidie­rung im Telefónica-Netz und 5G

Die Netzabdeckung sollte zumindest am Wohnort und am Arbeitsplatz gecheckt werdenDie Netzabdeckung sollte zumindest am Wohnort und am Arbeitsplatz gecheckt werden Nach der Über­nahme von E-Plus durch Telefónica star­tete zunächst das National Roaming zwischen E-Plus und o2. Im darauf­folgenden Schritt wurden die beiden ehemals getrennten Netze zu einem zusam­menge­legt. Dies bedeu­tete an einigen Stellen nicht nur den Verlust von doppelt vorhan­denen Basis­stationen, sondern auch den der kompletten Netz­versor­gung. Noch immer führen zahl­reiche Bauar­beiten zu mitunter tage- oder wochen­lang andau­ernden lokalen Netz­ausfällen. Telefónica muss von den drei Netz­betrei­bern in der kommenden Zeit noch am meisten am Netz machen: Die Flächen­abde­ckung mit UMTS und LTE ist hier am schlech­testen.

Außerdem hat Telefónica noch nicht den Betrieb des LTE-Nach­folgers 5G gestartet. Bei Voda­fone und der Telekom erfolgte dieser Schritt im Spät­sommer 2019, aller­dings zunächst nur an ausge­wählten Stand­orten.

Netz­abde­ckung und mobiles Internet

Was Sie in puncto Netz­wahl für die mobile Internet-Nutzung beachten sollten, erfahren Sie im Ratgeber zur Netz­abde­ckung für mobiles Internet. Darin zeigen wir Ihnen im Vergleich, was die Telekom, Voda­fone und Telefónica in puncto Ausbau des Netzes zu bieten haben.

Die Netz­abde­ckung der einzelnen Anbieter: So ermit­teln Sie die Versor­gung
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