Eingeschränkt

Drosselung bei Tarifen für mobiles Internet

Die meisten Tarife für mobiles Internet ermög­lichen keine unbe­grenzte Inter­netnut­zung. Ab einem bestimmten Limit des Daten­volu­mens wird die Geschwin­digkeit bei fast allen Anbie­tern stark redu­ziert.
Von Ulrike Michel /

Drosselung bei Tarifen für mobiles Internet Drosselung bei Tarifen für mobiles Internet
Bild: teltarif.de
Seit einigen Jahren können mobile Tarife mit High­speed-Daten­volumen für mobiles Internet gebucht werden, die eine nach der Angabe der Provider eine "unbe­grenzte Inter­netnut­zung" ohne Mehr­kosten verspre­chen.

Aller­dings stehen die Anbieter für derar­tige Formu­lie­rungen in der Kritik, denn tatsäch­lich gewähr­leisten die Tarife gar kein unbe­grenztes High­speed-Surfen. Drosselung bei Tarifen für mobiles Internet Drosselung bei Tarifen für mobiles Internet
Bild: teltarif.de

Daten­drossel redu­ziert die Daten­rate

Ab einem vertrag­lich verein­barten, vom Kunden genutzten Daten­volumen erfolgt eine Dros­selung, das heißt eine dras­tische Redu­zierung der Daten­rate auf 64 kBit/s oder noch weniger bis zum Ende des Monats bzw. des Abrech­nungs­zeit­raums. Auch nach der Dros­selung ist die Inter­netnut­zung, anders als früher bei Tarifen mit Zeit- und Volu­men­begren­zung, nach Aussage der Provider weiterhin ohne zusätz­liche Kosten möglich, wenn auch mit stark verlang­samter Geschwin­digkeit.

In der Realität empfinden das die meisten Kunden aber als Augen­wischerei, denn mit 64 kBit/s oder 32 kBit/s ist maximal der Versand von E-Mails und Messenger-Nach­richten ohne Bilder möglich. Und zum Teil fließen trotz gedros­selter und nicht abge­schal­teter Inter­net­ver­bin­dung reell gar keine Daten mehr.

Auswege: Zusatz­option, Daten­auto­matik, Tarif aufrüsten, unli­mitierte Flat

Neben einer guten Einschät­zung und Steue­rung des eigenen Verbrauchs kann über eine kosten­pflich­tige Zusatz­option mobiles Daten­volumen nach­gebucht werden. Diese kurz­fris­tige Möglich­keit steht bei zahl­rei­chen Provi­dern zur Verfü­gung. Oft ist es aller­dings so, dass man bei Nach­buch­optionen mehr pro MB oder GB bezahlt als bei einer regu­lären Daten­option.

Möchte man nicht manuell Daten­volumen nach­buchen, kann dies auch der Provider auto­matisch kosten­pflichtig machen. Hierzu gibt es Smart­phone-Tarife mit Daten­auto­matik. Die umstrit­tene Funk­tion bewirkt, dass nach Verbrauch des im Tarif fest­gelegten High­speed-Volu­mens sofort auto­matisch kosten­pflichtig neue Daten­pakete nach­gebucht werden. Was prak­tisch klingt, kann auch zur Kosten­falle werden, und darum lässt sich eine mögli­cher­weise vom Start weg vorein­gestellte Daten­auto­matik für den entspre­chenden Tarif bei den meisten Provi­dern im Kunden­center deak­tivieren.

Kommt es also regel­mäßig vor, dass das Inklusiv-Daten­volumen schon vor Ende des Abrech­nungs­zeit­raums verbraucht ist, sollte man in einen Tarif mit mehr Daten­volumen wech­seln. Aktu­elle Tarife finden Sie hierzu stets in unserem Tarif­ver­gleich für mobiles Internet.

Ab einem monat­lichen Budget von rund 30 bis 40 Euro sind inzwi­schen auch völlig unli­mitierte mobile Internet-Flat­rates erhält­lich. Bei diesen Tarifen gibt es weder eine Daten­drossel noch eine Daten­auto­matik - es tickt über­haupt kein Daten-Zähler mehr mit. Alle verfüg­baren Tarife finden Sie auf unserer Über­sichts­seite zu echten, unli­mitierten mobilen Internet-Flat­rates.