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Überblick: Diese Handy-Tarife kom­men direkt aus der App

Noch vergleichs­weise neu sind Mobil­funk-Discounter, deren Ange­bote komplett über eine App genutzt werden können. Wir haben uns die bereits verfüg­baren Tarife einmal ange­sehen.

freenet Funk ist der erste App-Discounter mit echter Mobil­funk-Flat­rate. Zum Tages­preis von 99 Cent sind unbe­grenzte Tele­fo­nate, der SMS-Versand und auch die mobile Internet-Nutzung ohne Daten-Drossel möglich. Kunden, denen 1 GB Daten­vo­lumen pro Tag ausrei­chen, können ihren Wunsch­tarif für 69 Cent pro Tag buchen.

Der Tarif wird im Mobil­funk­netz der Telefónica reali­siert. Dabei haben die Kunden auch Zugriff auf das LTE-Netz, nicht aber auf den 5G-Stan­dard. Anders als in vielen anderen Discount-Tarifen steht auch "LTE max", also die maximal im Netz mögliche Daten­über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit zur Verfü­gung. Das sind im Telefónica-Netz derzeit 225 MBit/s im Down­stream. Wie bei fraenk ist es zudem möglich, über LTE und WLAN zu tele­fo­nieren.

Pausen­funk­tion als Beson­der­heit

  freenet Funk
1 GB Unli­mited
Netz Telefónica
Lauf­zeit 1 Tag
Grund­ge­bühr
(pro Tag)
0,69 0,99
Anschluss­ge­bühr 10,00
High­speed-Volumen 1 GB unbegr.
Max. Geschwin­dig­keit
(Down-/Upstream in MBit/s)
225 / 50
EU-Roaming nur Daten, 1 GB pro Tag
Nutzungs­preise  
Fest­netz 0,00
Mobil­funk 0,00
SMS 0,00
Zum Anbieter Zum Anbieter
Stand: 15. April 2021, Preise in Euro.
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Beson­der­heit bei freenet Funk ist die Möglich­keit, den Tarif bis zu 30 Tage im Jahr kostenlos zu pausieren. Jeder weitere Pausentag schlägt mit 29 Cent zu Buche. Aller­dings bedeutet die Pause nicht, dass die SIM-Karte komplett abge­schaltet wird. Die Sprach- und Text-Flat­rate steht weiterhin wie gewohnt zur Verfü­gung. Der mobile Internet-Zugang wird hingegen auf maximal 64 kBit/s gedros­selt, sodass er kaum noch sinn­voll genutzt werden kann.

Wie bei fraenk und freenet Flex erfolgt die Bezah­lung auch bei freenet Funk über PayPal. Kündi­gungen sind jeder­zeit möglich, wobei für die Neube­stel­lung einer SIM-Karte 10 Euro berechnet werden. Auch freenet Funk verzichtet bislang auf ein voll-digi­tales Angebot. Die SIM-Karte kommt nach Bestel­lung über die App auf dem Postweg. eSIM-Profile werden bislang nicht ange­boten, schon gar nicht als Direkt-Down­load aus der App heraus.

Größtes Manko: Nur einge­schränktes EU-Roaming

Der größte Nach­teil von freenet Funk ist die fehlende Möglich­keit, die SIM-Karte in vollem Umfang auch im Ausland zu nutzen. Statt­dessen haben die Kunden in den EU- und EWR-Staaten sowie in Groß­bri­tan­nien täglich 1 GB Daten­vo­lumen für den mobilen Internet-Zugang zur Verfü­gung. Tele­fo­nate und der SMS-Versand sind im Ausland nicht möglich. In der Schweiz wird auch der Daten-Zugang nicht ange­boten.

In der Vergan­gen­heit machte freenet Funk nega­tive Schlag­zeilen, weil der Provider quasi über Nacht einigen Kunden den Mobil­funk­an­schluss gekün­digt hat. Dabei soll es sich ausnahmslos um Viel­nutzer gehan­delt haben, die sehr große Daten­mengen über­tragen. Zudem kam es in der Vergan­gen­heit teil­weise zu tech­ni­schen Problemen. So wurde bei einigen Kunden kurz­zeitig eine Daten-Drossel akti­viert, obwohl sie den Flat­rate-Tarif gebucht hatten.

Auf der vierten und letzten Seite stellen wir den Discounter vor, dessen Handy­num­mern auch ohne SIM-Karte genutzt werden können.

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