Symbian forever

Rolle rückwärts: Nokia hält an Symbian fest

Symbian-Stiftung fährt ihre Aktivitäten zurück
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Im Wettbewerb der Handy-Hersteller bläst auch dem überlegenen Weltmarktführer Nokia der Wind immer heftiger entgegen. Gerade im lukrativen Smartphone-Geschäft ist die Konkurrenz durch den Markteintritt des iPhone-Herstellers Apple und die zunehmende Verbreitung von Android-Geräten anderer Hersteller sehr viel härter geworden. Auch Windows Phone 7 wird den ohnehin vorhandenen Druck noch weiter verstärken. Trotzdem hat der zuständige Nokia-Manager Jo Harlow bekräftigt, dass Nokia an seinem Betriebssystem Symbian festhalten werde. Nokia werde auch weiterhin in die Software investieren. Hunderte Millionen Smartphones liefen mit Symbian, daher würde Nokia weiterhin für Innovation und Unterstützung dieser Plattform sorgen.

Nokia setzt weiterhin auf SymbianNokia setzt weiterhin auf Symbian Zuvor hatte die Symbian-Stiftung, die eigentlich Verbreitung und Weiterentwicklung der Plattform unterstützen sollte, erklärt, sich künftig nur noch auf die Vergabe von Lizenzen für die Software zu fokussieren.

Nokia hatte 2008 den Programmcode von Symbian geöffnet und darauf gesetzt, mit der Stiftung mehr Handy-Produzenten und Entwickler für diese Plattform zu gewinnen. Vor kurzem gaben jedoch die Hersteller Sony Ericsson und Samsung die Produktion von Symbian-Handys auf. Als Folge sei die Stiftungs-Form keine angemessene Struktur mehr für diese Plattform, räumte die Organisation selbst in ihrer Erklärung ein. Aktivitäten und Mitarbeiterzahl sollen nun zurückgefahren werden.

Symbian hält derzeit nach Zahlen der Marktforscher von Gartner noch die Führung beim Smartphone-Absatz mit einem Anteil von rund 40 Prozent. Vor allem die Konkurrenz von Googles Betriebssystem Android macht dem Smartphone-Pionier schwer zu schaffen. Die offene Android-Software gewinnt immer neue Hersteller für sich, während Nokia praktisch als letzter relevanter Unterstützer von Symbian übriggeblieben ist. Allerdings hat auch Nokia damit begonnen, seine neuen Spitzengeräte mit anderen Betriebsystemen auszurüsten. So läuft das N900 mit dem neuen Betriebssystem Maemo. Gartner erwartet, dass zum Jahr 2014 Symbian und Android bei den Marktanteilen mit etwa 30 Prozent gleichziehen werden.

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