einfach für alle

Für jeden etwas: Angebote der Mobilfunk-Discounter im Vergleich

Kriterien für die Anbieterwahl
Von Marie-Anne Winter

Zurück zu den Einheitstarifen: In den Netzen von T-Mobile und vistream, einem virtuellen Betreiber, der die Funkmasten von E-Plus mitnutzt, gibt es Einheitstarife ab 8 Cent pro Minute. Im T-Mobile-Netz sind das die Discounter maXXim und BigSIM, im Netz von vistream handelt es sich um den Anbieter solomo, der im Tarif 0/8/5 Cent zusätzlich noch einen Minutenpreis von 5 Cent anbietet, sofern man einen anderen Nutzer des gleichen Anbieters anruft. Bei allen drei Anbietern ist die Mailbox-Abfrage kostenlos.

Während Einheitstarife mit 8 Cent pro Minute und SMS noch recht selten sind, gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die 9 Cent pro Gesprächsminute bzw. Kurzmitteilung vom Guthaben auf der Prepaidkarte abziehen. Hier besteht nun wirklich freie Wahl, denn 9-Cent-Tarife gibt es in allen deutschen Handynetzen. So bietet beispielsweise congstar im T-Mobile-Netz einen solchen Tarif an, Allmobil bietet 9 Cent pro Minute und SMS im Netz von Vodafone.

Zusatzoptionen für Datennutzung und Auslandstelefonate

Im E-Plus-Netz bieten simyo und Blau neben dem 9-Cent-Tarif zusätzlich die Möglichkeit, Daten-Optionen zu buchen. So gibt es bei beiden Anbietern ein 1-GB-Volumenpaket für 9,90 Euro. Blau hat zusätzlich eine mobile Internet-Flatrate via GPRS und UMTS zum Monatspreis von 19,80 Euro im Angebot. Wird keine Datenoption gebucht, ist die Datennutzung mit 24 Cent pro MB bei den E-Plus-Discountern noch immer vergleichsweise günstig.

Im o2-Netz telefoniert man mit Fonic für ebenfalls für 9 Cent in alle deutschen Netze. Der gleiche Preis gilt auch für den innerdeutschen SMS-Versand. Besonderheit gegenüber den genannten anderen Einheitstarifen: Auch in die Festnetze im europäischen und nordamerikanischen Ausland können die Kunden für 9 Cent pro Minute telefonieren. Der Minutenpreis in die Mobilfunknetze im europäischen und nordamerikanischen Ausland beträgt 29 Cent. Außerdem gibt es bei Fonic für 2,50 Euro eine Tages-Flatrate für die mobile Internet-Nutzung. Hier steht im Gegensatz zu simyo und Blau auch HSDPA zur Verfügung.

Überblick auf Einheitstarife

Einheitstarife maXXim FlexiShop smobil simyo blau Fonic solomo
Prepaid BigSIM allmobil Tarif Einheitstarif Prepaid 0/8/5 Cent
Netz T-Mobile Vodafone E-Plus o2 vistream
Einrichtung 9,95 19,99 9,90 9,90 9,95 9,95
Startguthaben 5,00 5,00 15,00 5,00 10,00 6,751),2) 5,00
Minutenpreis 0,08 0,09 0,09 0,09 0,08
Netzintern 0,05
Mobilbox 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SMS 0,08 0,09 0,09 0,09 0,08
Stand: 18. August 2009 Preise in Euro
1) 75 Freiminuten in alle deutsche Netze, europäisches und amerikanisches Festnetz.
2) Aktion: Bis 26. August gibt es 150 Freiminuten.


Mittlerweile gibt es auch 9-Cent-Angebote von branchenfremden Anbietern wie RTL, eBay oder der Bild-Zeitung. Besonderheit bei diesen Angeboten: Die Kunden können für 9 Cent pro Minute in alle Netze telefonieren und das jeweilige Online-Portal ihres Anbieters kostenlos nutzen. Dafür sind SMS-Mitteilungen mit 14 Cent deutlich teurer als bei der Konkurrenz.

RTLmobil und die eBay-Prepaidkarte werden von der Telekom-Discountmarke congstar abgewickelt, die Kunden von BILDmobil telefonieren im Vodafone-Netz. Die Nutzer einer BILDmobil-SIM können auch eine Flatrate für 14,99 Euro im Monat buchen. Damit sind die Gespräche und SMS zu anderen BILDmobil-Kunden und ins deutsche Festnetz abgedeckt.

Fazit: Prepaid-Discounter bieten viele Optimierungs-Möglichkeiten

Unsere Beispiele zeigen, dass die Prepaid-Discounter heute für fast alle Handy-Freunde einen passenden Tarif im Angebot haben. Es gibt sowohl einfach gestrickte Einheitstarife mit Minutenpreisen von 8 oder 9 Cent in alle Netze, als auch Angebote, mit denen man innerhalb einer Community günstig telefonieren kann - was sich aber nur lohnt, wenn die bevorzugten Gesprächspartner mitmachen.

Zunehmend interessant werden auch die Daten-Optionen für den mobilen Internetzugang, hier lohnt es sich auf jeden Fall, sich das Mobilfunknetz, in dem das jeweilige Angebot realisiert wird, genauer anzusehen. Denn was nützt die günstige Daten-Flatrate, wenn die Daten nur mit Minimalgeschwindigkeit durchs Netz schleichen?

Bei den Flatrates, die sich naturgemäß an Vieltelefonierer richten, bieten die Discounter gegenüber einem festen Vertragsverhältnis den Vorteil einer kurzen Laufzeit von in der Regel nur einem Monat. So zahlt man für die Flatrate-Option nur dann, wenn man sie auch wirklich benötigt. In einem Urlaubs-Monat lässt sich das Feature beispielsweise stilllegen. Eine Handy-Flatrate für Gespräche in alle Netze gibt es auf Prepaid-Basis bislang noch immer nicht.

Ansonsten lohnt sich selbstverständlich auch ein Blick ins "Kleingedruckte", gerade Wenigtelefonierer sollten auf Guthabengültigkeit oder Mindestumsätze achten. So hat jüngst erst E-Plus einen Mindestumsatz für seine Prepaid-Angebote eingeführt. Dieser gilt bislang noch nicht für die Discounter im E-Plus-Netz, aber weil ja auch bei den Discountern Kosten für die Verwaltung und den Betrieb der SIM-Karte entstehen, ist es gut möglich, dass in Zukunft irgendwann ein geringer Mindestumsatz auf die Nutzer zukommt.

1 2 3