Netztest

Mobiles Internet im Netz der Deutschen Telekom im Test

Wie in den Vorjahren haben wir die deutschen Mobilfunknetze getestet. Wir berichten zum Auftakt unserer Serie über die Erfahrungen mit dem mobilen Internet-Zugang mit dem Apple iPhone 6S Plus und dem OnePlus 2 über EDGE, UMTS und LTE im Telekom-Netz

Wir haben zum Test eine SIM-Karte verwendet, die auch Voice over LTE unterstützt. So konnten wir mit dem iPhone 6S Plus auch im 4G-Netz telefonieren. Das OnePlus 2 beherrscht die Telefonie über LTE dagegen nicht. Damit konnten wir wiederum testen, wie zuverlässig die automatische Umschaltung ins GSM- oder UMTS-Netz für Telefonate (CSFB) funktioniert und wie schnell sich das Smartphone anschließend wieder ins 4G-Netz einbucht.

Mehr als 126 MBit/s im Downstream Mehr als 126 MBit/s im Downstream
Foto: teltarif.de
Dieser Circuit Switched Callback (CSFB) klappte tadellos und jeweils nach Gesprächsende waren wir innerhalb von ein bis zwei Sekunden wieder im LTE-Netz eingebucht. Wurden wir für das Telefongespräch ins UMTS-Netz umgebucht, so stand auch der 3G-Internet-Zugang parallel zur Sprachverbindung weiter zur Verfügung.

LTE im Telekom-Netz auf VDSL-Niveau

Wie schon in den Vorjahren konnten wir im LTE-Netz der Deutschen Telekom im Test stets problemlos surfen. Engpässe haben wir nicht beobachtet. Um es aber gleich vorweg zu nehmen: Den offiziell möglichen Spitzenwert von 300 MBit/s im Downstream über LTE Advanced haben wir nicht einmal ansatzweise erreicht, obwohl wir die Tests unter anderem auch in Frankfurt am Main und Berlin durchgeführt haben, wo die Telekom nach eigenen Angaben LTE Cat. 6 anbietet und auch die von uns verwendete SIM-Karte für "LTE max", also die maximal im Netz mögliche Geschwindigkeit, freigeschaltet ist.

Zu berücksichtigen gilt, dass sich die Nutzer bei der paketvermittelten Datenübertragung im LTE-Netz die Performance in der Funkzelle teilen. Der maximale Höchstwert, der in der Praxis aber wohl kaum von Nutzern benötigt wird, ist daher nur selten zu erreichen. Wir hatten aber fast immer Geschwindigkeiten zur Verfügung, die an einen VDSL-Anschluss im Festnetz erinnern.

126 MBit/s in Frankfurt am Main

OnePlus 2 als eines von zwei Smartphones im Test genutzt OnePlus 2 als eines von zwei Smartphones im Test genutzt
Foto: teltarif.de
Den höchsten Wert haben wir im diesjährigen Test des Telekom-Mobilfunknetzes in Frankfurt am Main gemessen. Immerhin 126,07 MBit/s war der Spitzenwert in der Innenstadt der Main-Metropole. Im Upstream kamen wir an gleicher Stelle auf 34,29 MBit/s, wobei wir an anderen Messpunkten in Frankfurt am Main auf bis zu 37,47 MBit/s im Upstream kamen. Einen guten Eindruck hinterließen auch die Ansprechzeiten, die bei 25 bis 26 ms lagen.

Auch in anderen Großstädten bot die Telekom einen sehr guten LTE-Internet-Zugang. So lagen wir in Hannover bei 41,87 bis 53,60 MBit/s im Downstream und 36,39 bis 36,86 MBit/s im Upstream sowie Pingzeiten um 30 ms. In Erfurt lagen die Messergebnisse bei 29,81 bis 43,27 MBit/s bei Downloads, 15,15 bis 19,40 MBit/s bei Uploads sowie nicht ganz so überzeugenden 41 bis 48 ms. In Berlin erreichten wir je nach Standort zwischen 45,33 und 60,98 MBit/s im Downstream, 33,56 bis 43,88 MBit/s im Upstream sowie 29 bis 33 ms. Zwar waren die Übertragungsgeschwindigkeiten an den von uns zufällig ausgewählten Messpunkten etwas niedriger als in Frankfurt am Main. Die niedrigen Ansprechzeiten sorgten jedoch dafür, dass dennoch so etwas wie VDSL-Feeling aufkam.

Die dritte und letzte Seite gibt Aufschluss über den Internet-Zugang in Kleinstädten und ländlichen Regionen. Zudem berichten wir darüber, inwieweit die Kunden noch im Internet surfen können, wenn das mobile Breitbandnetz am Aufenthaltsort einmal nicht zur Verfügung steht.

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