Netztest

Zusammenfassung: Mobiles Internet in den Handy-Netzen im Test

In den vergangenen Wochen haben wir wieder die deutschen Mobilfunknetze getestet. Lesen Sie heute eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse. Dabei kam es uns auf den LTE-Ausbau und auf die Performance beim mobilen Internet-surfen an.

Auch wenn wir im Netz der Deutschen Telekom im Frühjahr 2014 nicht mehr die Spitzengeschwindigkeiten des vergangenen Jahres erreicht haben, war die Performance des Internet-Zugangs beim Marktführer unter den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern im Vergleich zu den Mitbewerbern durchweg am besten.

Datenblätter

In Großstädten profitiert die Telekom von der LTE-Technologie auf 1 800 MHz. Hier erreichten wir zwar nicht mehr die 94 MBit/s vom Vorjahr. Wir konnten aber immerhin zum Teil mehr als 80 MBit/s im Downstream verzeichnen. Das ist deutlich mehr als in allen anderen deutschen Netzen. Das verwundert nicht, denn Vodafone hat kein für LTE genutztes Frequenzspektrum im Bereich von 1 800 MHz zur Verfügung. Die vom zurzeit größten Telekom-Mitbewerber zusätzlich zu 800 MHz genutzte Frequenz im Bereich von 2 600 MHz verfügt über deutlich schlechtere Ausbreitungsbedingungen, so dass Vodafone vor allem Hotspots wie Bahnhöfe und Messehallen mit LTE Cat. 4 versorgt.

Gute LTE-Performance im Telekom-Netz Gute LTE-Performance im Telekom-Netz
Foto: teltarif.de
Ein sehr gutes Bild hinterließ die Deutsche Telekom im Test auch im GSM-Netz, das vor allem in ländlichen Gegenden nach wie vor als Grundversorgung fungiert, wenn UMTS und LTE nicht ausgebaut sind. Als einziger Anbieter bietet der Bonner Konzern flächendeckend die GPRS-Erweiterung EDGE an und als offenbar ebenfalls einiger Betreiber zeigt sich die Telekom noch immer bemüht, hier auch einen brauchbaren Internet-Dienst anzubieten. So haben wir oft wieder mehr als 200 kBit/s im Up- und Downstream gemessen, nachdem die Performance im vergangenen Jahr gegenüber 2012 teilweise deutlich zurückgegangen war.

Vodafone-Netzoffensive spürbar

Vodafone investiert seit einiger Zeit wieder in sein Mobilfunknetz und das ist auch deutlich zu spüren. Der LTE-Ausbau schreitet in der Fläche weiter voran - wenn auch nicht mehr so schnell wie im vergangenen Jahr. Zusätzlich wird das Netz in bereits versorgten Regionen weiter verdichtet.

Positiv fiel uns im Test auf, dass die aktuelle Nummer zwei unter den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern neben LTE auch den UMTS-Standard nicht vernachlässigt. Neu erschlossene 3G-Versorgungsgebiete sind uns im Telekom-Netz dagegen nicht aufgefallen. Vor allem Kunden in Einsteiger-Tarifen und Besitzer von Discounter-SIM-Karten werden sich über die UMTS-Unterstützung freuen, denn in diesen Tarifen ist der LTE-Zugang derzeit nicht vorgesehen.

Die von uns gemessenen Datenraten im Vodafone-Netz waren durchweg niedriger als im Telekom-Netz. Das hängt vor allem damit zusammen, dass der Düsseldorfer Betreiber zunächst vor allem eine Grundversorgung auf 800 MHz aufbaut, wo ein 10 MHz breites Spektrum maximal rund 70 MBit/s ermöglicht. In der Praxis kamen wir auf maximal rund 35 MBit/s auf LTE 800. Ein schlechtes Bild hinterließ das GPRS/EDGE-Netz von Vodafone. Hier ging die Performance vor allem in Regionen ohne UMTS- und LTE-Versorgung zum Teil gegen Null.

Auf der dritten und letzten Seite berichten wir zusammenfassend über unsere Erfahrungen in den Netzen von E-Plus und o2.

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