Bitschleuder

Schneller, schneller, schneller: Die Zukunft des mobilen Internets

Intel, Cisco, Softbank und Yahoo folgen Moores Law
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In einer sehr gut besuchten Keynote-Session auf dem Mobile World Congress haben Paul S. Otellini, President und CEO von Intel, Masayoshi Son, Chairman und CEO des asiatischen Netzbetreibers Softbank, John Chambers, CEO von Cisco und Carol Bartz, CEO von Yahoo, über die Zukunft des mobilen Internets diskutiert. Die Quintessenz in wenigen Worten: Das mobile Internet wird schneller werden. Und alle - Chip-Hersteller, Ausrüster und Netzbetreiber - müssen sich anstrengen, nicht abgehängt zu werden. Die Medien können hingegen mit ihren Inhalten aus dem Vollen schöpfen. Sie müssen die neuen Möglichkeiten der Personalisierung und Individualisierung ihrer Inhalte auch nutzen - oder sie werden von der Konkurrenz abgehängt.

Diskussionsrunde auf dem Mobile World CongressDiskussionsrunde auf dem Mobile World Congress Softbank-CEO Son führte aus, dass der schnelle Netz-Ausbau auf 3G nach der Übernahme von Vodafone Japan von den Kunden gut angenommen wurde. Heute macht Softbank in Japan über die Hälfte des Umsatzes mit breitbandigen Datendiensten. Sprache und SMS tragen zusammen nur noch zu 46 Prozent des Umsatzes bei. Künftigen Netzstandards, "4G, 5G, 6G" sieht Son optimistisch entgegen: "Die Innovation wird immer weitergehen".

Dieselbe Stoßrichtung auch in der Argumentation von Ciscos CEO John Chambers: 2015 werden Monat für Monat 6,3 Exabyte, das sind 6 300 000 000 000 000 000 000 Byte, über das mobile Internet übertragen. Das entspricht zum Beispiel 3 Milliarden mobilen Internet-Nutzern (aktuell liegt die Zahl bei ca. einer Milliarde), die jeweils 2,1 GB pro Monat transferieren. Getrieben wird der wachsende Bandbreitenbedarf vor allem durch Video-Inhalte. Die Erlöse pro Bit sinken jedoch drastisch. Die Tk-Unternehmen müssen sich anstrengen, ihre Einnahmen mit Datendiensten zu erhöhen und zugleich die Kosten drastisch zu senken.

Paul S. Otellini sprach davon, dass das mobile Internet auf vielen verschiedenen Endgeräten genutzt wird. Die Zahl der ausgelieferten Smartphones hat im letzten Quartal erstmal die Zahl der PCs überstiegen. Einen Trend, den Otellini anerkennt, und an dem er teilhaben will: Otellini versprach erste Intel-basierte Smartphones und zahlreiche Intel-basierte Tablets mit unterschiedlichen Betriebssystemen (Windows 7, Android, MeeGo) noch dieses Jahr. Wichtigste Anforderungen an mobile Endgeräte:

  • Energieeffizienz
  • Performance
  • Konnektivität
  • Sicherheit
Carol Bartz von Yahoo stellte schließlich "livestand" ausführlich vor, das mobile und auf den Nutzer individualisierte Magazin von Yahoo, das zugleich die direkte Interaktion mit sozialen Medien (Facebook, Twitter etc.) ermöglicht.

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