Rückblick

Mobiles Internet: 2009 war das Jahr des Surfsticks

Dank neuer Angebote wird UMTS-Internet massentauglich
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Bereits seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass die Mobilfunk-Netzbetreiber, Service-Provider und Discounter an der Preis-Schraube für die mobile Internet-Nutzung drehen, um weitere Kundenkreise zu erschließen. Sind die Tarife für Telefonate in den deutschen Handy-Netzen kaum noch in Bewegung, so werden die Angebote für Internet über GPRS und UMTS immer günstiger.

Neben günstigen Tarifen sind auch die Surfsticks, mit denen man jedes Netbook oder Notebook mobil online bringen kann, erschwinglich geworden. Dazu kam in den letzten Monaten eine breite Auswahl an neuen Netbooks, aber auch Smartphones mit großem Display. Kein Wunder also, dass sich die mobile Internet-Nutzung, die für Geschäftskunden schon seit Jahren selbstverständlich ist, auch bei privaten Anwendern durchgesetzt hat.

Tchibo: Surfstick wurde im Frühjahr zum Regel-Angebot

Mobile Internet-NutzungAldi Talk: Tages-Flatrate für 1,99 Euro und Monats-Flatrate für 14,99 Euro Der Kaffeeröster Tchibo hatte schon Ende 2008 eine zeitlich befristete Aktion aufgelegt, bei der das Unternehmen einen UMTS-Surfstick angeboten hat. Im März 2009 feierte das Angebot ein Comeback. Seitdem bietet Tchibo seine Datentarife im o2-Netz dauerhaft an. Der Modem-Stick kostete zum Start im März 49,95 Euro, derzeit ist er sogar für 29,95 Euro zu bekommen.

Mit den Tarifen, die Tchibo zu seinem UMTS-Stick anbietet, ist der Kaffeeröster zwar kein Preisführer. Die noch günstigeren Angebote werden jedoch im E-Plus-Netz realisiert, das vor allem in punkto UMTS- und HSPA-Ausbau noch weit hinter den drei Mitbewerbern zurückliegt. Tchibo-Kunden können für 9,95 Euro im Monat immerhin 500 MB Volumen übertragen. Für 19,95 Euro gibt es sogar eine Flatrate. Später kam - dem allgemeinen Trend der anderen Anbieter folgend - auch eine Tages-Flatrate hinzu. Diese kostet 2,95 Euro.

Aldi setzte neue Preispunkte für Tages- und Monats-Flatrate

Aldi, die Mutter alles Discounter, legte Ende Juni mit einem eigenen Surfstick-Angebot nach. Das Modem kostet 59,99 Euro. Dazu muss die SIM-Karte von Aldi Talk für 12,99 Euro noch separat erworben werden. Der Einstieg ins Aldi-Internet ist somit deutlich teurer als das aktuelle Tchibo-Angebot. Dafür kann der Aldi-Stick mit einer beliebigen Betreiberkarte eingesetzt werden, während das Tchibo-Modem SIM-Karten von Mitbewerbern abweist. So bleibt der Käufer eines Aldi-Sticks netztechnisch flexibel. Bei einem Anbieter-Wechsel muss nur noch die SIM-Karte, aber kein neues Modem gekauft werden.

Tariflich setzte sich Aldi Talk an die Spitze der Angebote. Das gilt noch heute. So kostet die Tages-Flatrate, die im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern volle 24 Stunden und nicht nur jeweils bis Mitternacht genutzt werden kann, 1,99 Euro. Gleich einen ganzen Monat können die Kunden für 14,99 Euro online gehen - bei Performance-Drosselung ab 5 GB Übertragungsvolumen.

Abgerechnet wird wie auch bei Tchibo im Prepaid-Verfahren. So kann der Kunde flexibel entscheiden, wann und wie lange er den Zugang benötigt. Eine vertragliche Bindung ist nicht erforderlich.

Welche neue Tarif-Idee im zurückliegenden Jahr Einzug gehalten hat und zu welchen Tiefpreisen Surfsticks zum Teil angeboten wurden, lesen Sie auf Seite 2.

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