Netztest

Mobiles Internet auf der Wiesn über LTE und UMTS im Test

Die Mobilfunk-Betreiber haben ihre Netze für das Münchner Oktoberfest aufgerüstet. Wir haben das mobile Internet auf der Wiesn getestet und berichten über die Erfahrungen, die wir mit vier verschiedenen Smartphones in den vier deutschen Mobilfunknetzen gemacht haben.
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Wie berichtet hat o2 sein Mobilfunknetz anlässlich des Münchner Oktoberfests rund um den Veranstaltungsort umfangreich erweitert. Auch die anderen deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber haben im Vorfeld des größten Volksfestes der Welt Maßnahmen ergriffen, um dafür zu sorgen, dass die Kunden möglichst oft eine freie Leitung erwischen, wenn sie telefonieren möchten. Die Kapazitäten für den mobilen Internet-Zugang wurden ebenfalls erweitert.

Wir wollten wissen, wie gut es möglich ist, auf dem Oktoberfest mit dem Smartphone online zu gehen. Am Montagabend waren wir auf der Wiesn mit SIM-Karten aus allen vier deutschen Mobilfunknetzen unterwegs. Zudem haben wir für die Tests mit dem Apple iPhone 6 Plus, dem Apple iPhone 5S, dem Nokia Lumia 1020 und dem Blackberry Q10 vier verschiedene Smartphones verwendet.

Diese Tests haben wir durchgeführt

Mobilfunk-Basisstation auf dem Münchner OktoberfestMobilfunk-Basisstation auf dem Münchner Oktoberfest Wir haben mit dem jeweiligen Smartphone-Browser im Internet gesurft, über WhatsApp und Telegram gechattet, Fotos hochgeladen und auch Speedtests durchgeführt. Dazu haben wir wechselweise die LTE- und UMTS-Netze der vier deutschen Betreiber genutzt. Den 2G-Standard haben wir außen vor gelassen, zumal der mobile Internet-Zugang über GPRS bzw. EDGE ohnehin nur stark eingeschränkt genutzt werden kann.

LTE und UMTS war von allen vier Netzbetreibern mit gutem Signal verfügbar. Dabei erfüllt das UMTS-Netz nach wie vor eine wichtige Aufgabe, zumal nicht alle Mobilfunk-Nutzer mit ihren Vertrags- und Prepaidkarten die Möglichkeit haben, LTE zu nutzen.

UMTS auf der Wiesn nicht in allen Netzen sinnvoll nutzbar

UMTS war dann auch in zwei der vier deutschen Netze während unseres Tests nur sehr eingeschränkt nutzbar. Im o2-Netz erreichten wir lediglich Datenübertragungsraten von rund 900 bis 980 kBit/s im Downstream, während der Upstream faktisch nicht messbar war. Die Pingzeiten von 95 bis 152 ms waren eher "durchwachsen".

Besser lief der 3G-Zugang im E-Plus-Netz - wenn auch nicht stabil. So erreichten wir bei Downloads zwar bis zu 6,43 MBit/s, hin und wieder waren es aber auch nur magere 50 kBit/s. Uploads waren mit 740 kBit/s möglich. Bei manchen Tests erreichten wir sogar bis zu 2,93 MBit/s. Sehr große Unterschiede verzeichneten wir bei den Ansprechzeiten. Diese lagen im Test zwischen recht guten 85 und weniger akzeptablen 245 ms.

Speed-Tests in den UMTS-Netzen auf dem Oktoberfest

UMTS-Speed Telekom Vodafone E-Plus o2
Downstream 3,58 - 3,86 5,07 - 7,40 0,05 - 6,43 0,90 - 0,98
Upstream 0,13 - 0,89 1,52 - 1,91 0,74 - 2,93 0,00
Ping 93 - 237 87 - 106 85 - 245 95 - 152
Geschwindigkeiten in MBit/s

Bessere Ergebnisse in den D-Netzen

Gutes Ergebnis im UMTS-Netz von VodafoneGutes Ergebnis im UMTS-Netz von Vodafone Deutlich bessere Ergebnisse erzielten wir in den UMTS-Netzen der beiden großen deutschen Betreiber. Bei der Deutschen Telekom lagen die Downloadraten im Test am Montag zwischen 3,58 und 3,86 MBit/s. Uploads waren mit 130 bis 890 kBit/s möglich. Das heißt, Surfen konnten wir sehr gut im Telekom-Netz, während der Upstream eher zu wünschen übrig ließ. Auch die Pingzeiten waren mit Werten zwischen 93 und 237 ms eher schlecht.

Den besten Eindruck hinterließ im Test das UMTS-Netz von Vodafone. Hier lagen die Downstream-Werte zwischen 5,07 und 7,40 MBit/s, während wir bei Uploads Ergebnisse zwischen 1,52 und 1,91 MBit/s erreicht haben. Auch bei den Ansprechzeiten hinterließ Vodafone mit 87 bis 106 ms einen guten Eindruck.

Auf Seite 2 ziehen wir ein Fazit zur UMTS-Nutzung auf dem Münchner Oktoberfest. Zudem berichten wir über unsere Erfahrungen in den LTE-Netzen.

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