4G

So schnell surfen Sie in den deut­schen Mobilfunknetzen

Je nach Netzbetreiber stehen über LTE in Deutschland zwischen 225 und 500 MBit/s im Downstream zur Verfügung. Allerdings hängt die Maximalgeschwindigkeit von verschiedenen Faktoren ab.
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Bis zu 500 MBit/s über LTE AdvancedBis zu 500 MBit/s über LTE Advanced Mit LTE steht in vielen Fällen ein mobiler Internet-Zugang zur Verfügung, der wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten bietet als die meisten derzeit für Endverbraucher verfügbaren, kabelgebundenen Internet-Zugänge. Bis zu 500 MBit/s im Downstream sind derzeit dank LTE Advanced und Carrier Aggregation möglich. Doch wie schnell können Sie tatsächlich mit dem Smartphone, dem Tablet oder dem mobilen Hotspot surfen? Dieser Frage sind wir für diesen Artikel nachgegangen.

Abhängig ist das von verschiedenen Faktoren, wie dem verwendeten Mobilfunknetz, dem genutzten Tarif und dem Endgerät. Entscheidend ist aber auch der Aufenthaltsort, denn nicht überall ist der Netzausbau gleich. Dabei ist auch LTE nicht gleich LTE. Steht etwa in ländlichen Regionen nur LTE 800 mit einem 10-MHz-Träger zur Verfügung, so erreichen Sie schon in der Theorie eine deutlich geringere Übertragungsgeschwindigkeit als bei dreifacher Kanalbündelung, wie sie Vodafone mittlerweile anbietet.

Vodafone mit schnellstem Netz

Vodafone bietet in zehn Städten derzeit bis zu 500 MBit/s im Downstream an. Dazu werden die LTE-Träger auf 800, 1800 und 2600 MHz gebündelt - vorausgesetzt das eigene Smartphone unterstützt diese Technik. Am Tarif scheitert es bei Vodafone fast nicht, denn selbst Prepaidkunden haben "LTE max.", also die maximale Übertragungsgeschwindigkeit, zur Verfügung. Wer den GigaCube bestellt und den LTE-to-WLAN-Hotspot im Einsatz hat, kann maximal mit 150 MBit/s im 4G-Netz surfen. Für höhere Geschwindigkeiten ist der Tarif nicht freigegeben. Eine weitere Ausnahme sind die Easy-Tarife, bei denen der Zugang zum LTE-Netz nicht zur Verfügung steht. Stattdessen surfen die Kunden maximal über UMTS und die Übertragungsgeschwindigkeit ist auf 21,6 MBit/s begrenzt.

Telekom: 300 MBit/s für alle

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den mobilen Internet-Zugang mit bis zu 300 MBit/s über ihr LTE-Netz an. Die Tarife sind mittlerweile ebenfalls für "LTE max." freigegeben. Das gilt gleichermaßen für die Smartphone- und reinen Datentarife sowie für die Prepaidkarten des Bonner Mobilfunk-Netzbetreibers. Bereits im März hat das Unternehmen angekündigt, künftig bis zu 400 MBit/s im 4G-Netz anzubieten.

Telefónica: o2-Free-Nutzer surfen am schnellsten

Bei Telefónica liegt die maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit derzeit bei 225 MBit/s. Diese ist Kunden vorbehalten, die einen der im Herbst vergangenen Jahres eingeführten o2-Free-Tarife gebucht haben. Besonderheit bei o2 Free ist wiederum, dass die Kunden nach Verbrauch ihres Highspeed-Datenkontingents auf den LTE-Zugang verzichten müssen. Über UMTS können die Nutzer für den Rest des Abrechnungszeitraums mit bis zu 1 MBit/s weitersurfen.

In älteren o2-Smartphone-Tarifen liegt die maximale Performance bei 50 MBit/s im 4G-Netz, während Prepaidkunden zwar über LTE, aber mit maximal 21,6 MBit/s surfen können. Kurios: Selbst die reinen Datenverträge sind bei o2 derzeit noch nicht für die maximale Übertragungsgeschwindigkeit freigeschaltet. Je nach Tarif liegt die Höchstgeschwindigkeit zwischen 14,4 und 50 MBit/s.

Discounter ohne LTE

Nach wie vor verwehren vor allem die Deutsche Telekom und Vodafone Discountern den Zugang zum LTE-Netz. Daher haben Kunden von Anbietern wie congstar und Penny Mobil, otelo und Fyve nur das UMTS-Netz zur Verfügung. Nachteilig ist das vor allem dann, wenn man sich in Regionen aufhält, in denen zwar das GSM- und LTE-Netz, nicht aber UMTS ausgebaut wurde. In diesem Fall haben die Nutzer nur GPRS oder EDGE zur Verfügung - mit einem nicht mehr zeitgemäßen Internet-Zugang, der maximal für E-Mail und Messaging nutzbar ist.

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