Jubiläum

Vor zehn Jahren: Erste mobile Daten-Flat war noch eine echte Flat

Wir werfen einen Blick zurück auf die vor zehn Jahren gestartete erste Daten-Flat auf dem deutschen Mobilfunkmarkt. Einschränkungen wie eine Performance-Drossel oder gar eine kostenpflichtige Daten-Automatik gab es seinerzeit nicht.
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Vor zehn Jahren, zur IFA 2005 in Berlin, startete E-Plus die erste echte Flatrate für die mobile Internet-Nutzung in Deutschland. Davor gab es zwar bereits die WAP-Flatrate von o2 und die Möglichkeit, die an ein bestimmtes Smartphone, nämlich den Hiptop, genutzte Online-Flatrate zu nutzen. Doch das was E-Plus am 1. September 2005 ins Rennen schickte, war ein universal einsetzbarer Tarif.

Die E-Plus Online Flat, wie sich das Angebot offiziell nannte, konnte wahlweise im Smartphone oder aber am Laptop genutzt werden - etwa mit einer PCMCIA-Modemkarte, wie sie seinerzeit noch gebräuchlich war, um einen Computer mit einem mobilen Internet-Zugang zu verbinden. Der Tarif war sowohl als eigenständiger Vertrag als auch als Tarifoption zu bestehenden Laufzeitverträgen erhältlich.

Flat ab 39,95 Euro im Monat bei drei Monaten Mindestlaufzeit

Zehn Jahre mobile Daten-Flatrate in DeutschlandZehn Jahre mobile Daten-Flatrate in Deutschland Der eigenständige Vertrag hatte eine Laufzeit von 24 Monaten und kostete 49,95 Euro monatliche Grundgebühr. Die Option zu einem bestehenden E-Plus-Vertrag war für 39,95 Euro pro Monat zu bekommen und hatte nur eine Mindestlaufzeit von drei Monaten. Die maximale Surf-Geschwindigkeit lag bei 384 kBit/s im Downstream über UMTS. HSPA gab es seinerzeit im E-Plus-Netz noch nicht, wobei auch das UMTS-Netz bei weitem noch nicht den heutigen Ausbaustand erreicht hatte, so dass die Kunden oft auf GPRS im GSM-Netz zurückgreifen mussten.

Diese erste Daten-Flatrate war - anders als die heutigen Angebote - noch eine echte Flatrate. Eine Bandbreitenbeschränkung nach Erreichen einer bestimmten Volumengrenze gab es nicht. So war auch eine Daten-Automatik, mit der die Kunden in eine Kostenfalle tappen können, nicht üblich. Die Flatrate-Kunden der ersten Stunde konnten den Tarif - abhängig von der Netzverfügbarkeit am Aufenthaltsort - wirklich uneingeschränkt nutzen.

WAP und i-mode, damals noch auf dem Smartphone gebräuchliche Standards für den mobilen Internet-Zugang, waren ebenfalls inklusive. Nur mit der FlexiCard, mit der sich der E-Plus-Anschluss gleich mit zwei SIM-Karten verwenden ließ, war der Tarif nicht vereinbar. Auch Voice-over-IP war ausgeschlossen. Einzige Ausnahme war Skype. Mit dieser heutigen Microsoft-Tochterfirma hatte E-Plus sogar eine offizielle Kooperation abgeschlossen, wie der Netzbetreiber auf seiner IFA-Pressekonferenz offiziell verkündete.

Base mit 25-Euro-Flat ab Januar 2006

Werbung für den seinerzeit neuen DatentarifWerbung für den seinerzeit neuen Datentarif Wenige Monate später, ab 2. Januar 2006, war die Daten-Flatrate auch bei der E-Plus-Zweitmarke Base zu bekommen. Hier war der Tarif sogar für noch günstigere 25 Euro im Monat zu bekommen - allerdings nur für Kunden, die auch den Base-Sprachtarif gebucht hatten, der weitere 25 Euro monatlich kostete.

Für zusammen 50 Euro im Monat hatten die Base-Kunden damals aber schon eine Flatrate für Telefonate innerhalb des E-Plus-Netzes und ins deutsche Festnetz zur Verfügung. Dafür waren Anrufe in fremde Mobilfunknetze mit einem Minutenpreis von 25 Cent auch für damalige Verhältnisse kein Schnäppchen.

Base, die erste Flatrate-Marke im deutschen Mobilfunk, hatte übrigens genau einen Monat vor der E-Plus Online-Flat Premiere. In einer weiteren Meldung lesen Sie einen Rückblick auf zehn Jahre Base.

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