Überblick

Das ist beim Mobile World Congress zu erwarten

Zum Mobile World Congress versammeln sich jedes Jahr Spitzenleute der Mobilfunk-Branche in Barcelona. Welche Persönlichkeiten zu erwarten sind und welche Schwerpunkte die Messe haben wird, erfahren Sie in dieser Übersicht.
Von Paulina Heinze mit Material von dpa

Diesmal sind vom 2. bis 5. März unter anderem Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Spitzen­manager der Mobilfunk-Betreiber wie Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom sowie der Vorsitzende des amerikanischen Telekom-Regulierers FCC, Tom Wheeler, mit dabei.

Mark Zuckerberg kommt im zweiten Jahr in Folge nach Barcelona. Vergangenes Mal warb der Gründer des weltgrößten Online-Netzwerks bei den Mobilfunk-Bossen für sein Projekt Internet.org, das günstige Netz-Anschlüsse in entlegene und arme Regionen der Welt bringen soll. Auch diesmal dürfte es vor allem darum gehen. Zuckerberg betont stets, dass immer noch weniger als die Hälfte der Menschen Zugang zum Internet haben. Mehr Internet-Nutzer - das würde auch mehr potenzielle Facebook-Mitglieder bedeuten. Allerdings zeigen sich Mobilfunk-Riesen bisher nicht zu einem groß angelegten Netzausbau ohne eine stabile Geschäftsgrundlage bereit.

Googles Top-Manager und Chef des Telekom-Regulierers FCC

Aus dem Silicon Valley kommt auch Googles Top-Manager Sundar Pichai nach Barcelona. Er verantwortet unter anderem das Betriebssystem Android. Es ist zwar mit Abstand das meistgenutzte Smartphone-System, bereitet Google aber nicht nur Freude. Angetrieben vor allem vom riesigen chinesischen Markt wächst der Anteil von Android-Geräten ohne Google-Dienste. Denn Android ist im Kern eine offene Software, die Hersteller kostenlos nutzen und weiterentwickeln können. Erst für das Einbinden von Google-Diensten wie GMail oder Maps werden Gebühren fällig. Vor allem chinesische Hersteller verzichten darauf. Zuletzt verkündete aber auch der Plattform-Entwickler Cyanogen groß, er wolle "Android Google wegnehmen".

Dritter Stargast aus den USA ist schließlich der Chef des amerikanischen Telekom-Regulierers FCC, Tom Wheeler. Er schlug kürzlich eine strikte Regelung zur sogenannten Netzneutralität vor, die bezahlte Überholspuren für bestimmte Daten und Dienste verhindern soll. Wheeler traut sich gewissermaßen direkt in die Höhle des Löwen: Gerade die Telekom-Konzerne wollen solche Möglichkeiten, um die Umsätze im Netzbetrieb zu steigern.

Die Messe zog 2013 auf ein größeres Gelände um, weil es an dem bisherigen Ort zu eng geworden war. Im vergangenen Jahr gab es bei rund 1 800 Ausstellern einen Besucher­rekord mit 85 000 Branchen­insidern und Journalisten. Der Mobile World Congress (früher bekannt unter dem Namen 3GSM) ist eine reine Fach­veranstaltung.

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