GSMA

Mobile World Congress ab 2013 in Köln?

Veranstalter: Mobile World Congress ist ein "sexy event"

Mobile World Congress: Noch wehen die Fahnen der GSMA über Barcelona. Wie lange noch? Mobile World Congress: Noch wehen die Fahnen der GSMA über Barcelona. Wie lange noch?
teltarif.de
Hinter den Kulissen der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress, die seit einigen Jahren jeweils im Februar im spanischen Barcelona stattfindet, tobt ein harter Streit um den Ausrichtungsort für die Jahre 2013 bis 2017. Der Chef der Köln Messe Gerald Böse will mit hohen finanziellen Einsatz und politischer Rückendeckung die weltgrößte Mobilfunkmesse an den Rhein holen. Dies berichtet die Wirtschaftswoche. Oberbürgermeister Jürgen Roters und Harry Voigtländer, Wirtschaftsminister von Nordrhein Westfalen, werden in gut einer Woche die Delegation der Köln Messe anführen. In den Tagen vor Weihnachten bittet der Organisator der weltweit wichtigsten Mobilfunkmesse, die GSM Association (GSMA) die Bewerber nach London zur Präsentation. Neben Köln haben Amsterdam, Mailand, München, Paris und der bisherige Ausrichter Barcelona das Finale bei der Ausschreibung erreicht. Die Entscheidung über den neuen Ausrichter, der sich nach Angaben der GSMA zudem "Welthauptstadt der Mobilkommunikation" nennen darf, wird bis Sommer 2011 erwartet.

Gewinnen wird der Ausrichter, der am "billigsten" verkauft

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Köln liegt nach Informationen der Wirtschaftswoche derzeit besser im Rennen als München. Die Stadt am Rhein soll zu größeren finanziellen Zugeständnissen bereit sein und stärker auf Veranstalterwünsche eingehen. Der Veranstalter GSMA will vor allem den Charakter der Messe ändern. Bislang waren in Barcelona nur Fachbesucher zugelassen. Rund 50 000 Manager, Berater und Journalisten kamen bislang im Februar nach Barcelona. Künftig soll die Ausstellung ein Massenpublikum anlocken, die sich die Präsentationen der Mobilfunk-Unternehmen und Handy-Hersteller ansehen. Über das ganze Jahr verteilt soll es außerdem Veranstaltungen geben, auch Groß-Events wie Musik-Festivals und Rock-Konzerte sind geplant.

"Mobile World Congress ist ein 'sexy event'"

Die GSMA verkauft ihre Messe als "sexy Event", für das der Ausrichter zahlen soll. Die siegreiche Stadt und ihre Messegesellschaft sollen weitgehend auf die Einnahmen verzichten. Allein der Titel "Welthauptstadt der Mobilkommunikation", den die Ausrichterstadt von der GSMA "verliehen" bekommt, soll im Gegenzug nach Informationen des Magazins mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr kosten.

Schon in den letzten Jahren hatte Hannover und die IT-Messe CeBIT mit der aufkommenden Konkurrenz des Mobile World Congress zu kämpfen. Für die CeBIT, die drei Wochen später in Hannover stattfindet, wäre eine erfolgreiche Bewerbung von Köln oder München ein weiterer Rückschlag, ebenso wie der Strategieschwenk der GSMA künftig einen Event für das breite Massenpublikum ausrichten zu wollen. Der Branchenverband Bitkom, der hinter der Cebit steht, konnte sich laut Wirtschaftswoche bisher nicht durchringen, Köln oder München zu unterstützen.