Auswertung

Mobile Telefonie: Telekom vergrößert Vorsprung, Vodafone baut ab

Allnet-Flatrates finden weite Verbreitung
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Wie bereits im vergangenen Jahr haben wir eine zehntägige Umfrage unter unseren Lesern zur Zufriedenheit mit der mobilen Sprach­qualität im jeweilig genutzten Mobil­funknetz durchgeführt. Nun stehen die Ergebnisse fest - und zeigen teils deutliche Unterschiede im Vergleich zur Vorjahres-Auswertung. Dieses Mal haben 5 970 Umfrage-Teilnehmer ihr Handynetz beurteilt. Eine stolze Teilnehmerzahl, die durchaus widerspiegelt, wie wichtig das Thema mobile Telefonie für viele Menschen ist.

Montage Deutschlandkarte und LogosAuswertung der teltarif-Umfrage
zur mobilen Telefonie
Am Profil der Teilnehmer hat sich kaum etwas geändert. Der Kenntnis­stand im Bereich der Telekommunikation ist weiterhin sehr gut. Der weibliche Anteil ist minimal um vier Prozentpunkte gestiegen, die männlichen Umfrage-Teilnehmer überwiegen jedoch weiterhin deutlich mit 92 Prozent. Die Smartphone-Nutzung ist um 11 Prozentpunkte auf 71 Prozent gestiegen, im Gegensatz ist die Handy-Nutzung unter den Befragten auf rund 19 Prozent gesunken. In der Umfrage war die Angabe des Ortes, an dem ein typisches Telefonat geführt wurde, nötig. Hier ist die prozentuale Verteilung auf die verschiedenen Orte gleich geblieben. Der beliebteste Ort ist weiterhin mit wiederholt 65 Prozent das Gebäude, gefolgt von Telefonaten im Freien (18 Prozent) sowie im Auto oder Straßenverkehr (13 Prozent).

Deutsche Telekom vergrößert Abstand bei der Sprachqualität

Kern der Befragung im Februar war die Beurteilung eines "typischen Handy-Telefonats vor kurzem". Die Verteilung der Befragten auf die einzelnen Mobilfunknetze ist sehr ausgewogen. Auf das E-Plus- und o2-Netz entfallen jeweils 26,4 Prozent und 26,3 Prozent der Antworten, während die Nutzer des Telekom-Netzes mit 25,1 Prozent und der Vodafone-Netzes mit 22,2 Prozent der Umfrage-Teilnehmer folgen.

Netz Sprach-
qualität
Preis-
Leistung
Telekom 1,80 2,42
Vodafone 2,51 2,68
E-Plus 2,48 2,19
o2 2,48 2,24
Bewertung in Schulnoten.
Die Beurteilung der Sprachqualität sowie des Preis-Leistungs­verhältnisses ist in diesem Jahr im Durchschnitt etwas schlechter ausgefallen. Während im Vorjahr die durchschnittliche Qualitätsbewertung aller Netze bei der Note 2,19 lag, beurteilten die Befragten die Gesprächs­qualität in diesem Jahr im Durchschnitt mit der Schulnote 2,31. Die Deutsche Telekom erhält wiederholt die Bestnote und kann sogar mit der Note 1,80 das Ergebnis aus dem Vorjahr bestätigen. Auf dem zweiten Platz steht wider Erwarten nicht das Vodafone-Netz, sondern E-Plus gemeinsam mit o2. Vodafone bildet mit der Note 2,51 knapp das Schlusslicht bei der Beurteilung der Sprachqualität und weist zusätzlich die größte Verschlechterung im Vorjahres-Vergleich auf.

Grafik zu Gesprächsqualität und Preis-LeistungsverhältnisZum Vergrößern bitte auf das Bild klicken. Im Bereich Preis-Leistungs­verhältnis hat sich die durch­schnittliche Bewertung quer über alle Netze von 2,27 auf 2,37 ebenfalls leicht verschlechtert. Den ersten Platz konnte E-Plus nur schwer verteidigen, da sich die Bewertungen der Teilnehmer von der Durchschnitts­note 2,01 auf 2,19 verschlechtert haben. o2 konnte sein Preis-Leistungs­verhältnis hingegen halten und kommt dem E-Plus-Netz in dieser Kategorie mit der Note 2,24 sehr nahe. Besonders auffällig ist auch in diesem Bereich die starke Verschlechterung im Vodafone-Netz. Die Befragten haben Vodafone nicht nur bei der Beurteilung der Qualität die schlechteste Note gegeben, auch das Preis-Leistungs­verhältnis rutscht mit der Note 2,7 in den Keller. Aber auch E-Plus hat in beiden Bereichen Verschlech­terungen hinnehmen müssen.

Auf der nächsten Seite gehen wir den Auswirken der Allnet-Flatrates auf die Spur. Inwieweit haben sich diese Tarifmodelle bereits durchgesetzt?

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