Auswertung

Mobile Telefonie: Zufriedene Kunden zahlen am meisten

Die teltarif.de-Umfrage zur mobilen Telefonie entwickelt sich zur Frühjahrs-Tradition. 3 147 gut informierte Leser beteiligten sich. In der Auswertung zeigte sich, dass sich Mobilfunk-Kunden Sprachqualität etwas kosten lassen.

Bei der Smartphone-Nutzung ist erneut nur eine leichte Zunahme zu verzeichnen, genau drei Viertel der Befragten nutzen nun ein solches Endgerät. Ebenso leicht ist der Rückgang beim Anteil der Handy-Nutzer; auf 14 Prozent sank er in diesem Jahr. Gleichbleibend und weiterhin wenig bedeutend stellt sich der Anteil der Headset-Nutzer dar (11 Prozent).

Anteile der genutzten Endgeräte Anteile der genutzten Endgeräte
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In den Netzen unterscheidet sich der Anteil der Smartphone-Nutzer kaum. Vodafone führt mit knapp 78 Prozent, der ehemalige Favorit o2 sowie das Telekom-Netz sind nahezu gleichauf. Niedriger ist die Verbreitung des Smartphones bei den E-Plus-Kunden, hier sind es 70 Prozent. Wenig überraschend sieht es bei der Handy-Nutzung genau umgekehrt aus: 20 Prozent der Kunden im E-Plus-Netz schätzen das einfache Mobilfunkgerät. Der Handy-Anteil in den anderen Netzen ist deutlich geringer als bei E-Plus. Bei Vodafone ist der Anteil fast nur halb so groß.

Mobil telefoniert wird hauptsächlich indoor

Kaum Veränderungen zum letzten Jahr zeigten sich beim Ort des typischen Telefonats. 65 Prozent der Befragten telefonierten im Gebäude. An diesem Wert änderte sich seit 2012 kaum etwas. Im Freien waren es nur noch 17,5 Prozent statt 19 Prozent im Vorjahr. Ein wenig mehr Befragte als im Vorjahr gaben an, ihr typisches Gespräch im Auto geführt zu haben (14 Prozent). Öffentliche Verkehrsmittel und Fernzüge spielen hier jedoch kaum eine Rolle. Zusammengenommen kommen diese Verkehrsmittel in unserer Umfrage auf nur noch etwas über 3 Prozent. Veränderungen und Verteilungen in der Wahrnehmung der Sprachqualität sind jedoch einen eigenen Blick wert. Wir werden in Kürze eine weitere Meldung mit besonderen Auswertungen veröffentlichen, die auch dies reflektiert.

Monatliche Kosten nach Netz

Verteilung der monatlichen Kosten Verteilung der monatlichen Kosten Verteilung der monatlichen Kosten
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Im Durchschnitt gaben unsere Befragten monatlich 23,81 Euro für ihren Mobilfunkanschluss aus. Damit sind diese Kosten minimal gestiegen.

Die Anbieter im o2-Netz können sich über den größten Zuwachs bei den durchschnittlichen Kosten freuen: Ziemlich genau um 2 Euro. Den Ausschlag gab, dass die Befragten aus dem o2-Netz deutlich häufiger angaben, zwischen 20 und 40 Euro monatlich zu zahlen. Der Anteil der Wenigzahler nahm zudem bei o2 deutlich ab - um knapp 8 Prozentpunkte. Der größte Zuwachs im E-Plus-Netz lag sogar in der Gruppe derer, die monatlich 40 Euro oder mehr zahlen. Der Anteil der Wenigzahler ging auch hier zurück, so dass der relative Umsatz bei den Befragten im E-Plus-Netz leicht anstieg. Geringere monatliche Kosten notierten die Vodafone-Kunden. Weniger Befragte in diesem Netz gaben an, 60 Euro oder mehr zu zahlen. Gleichzeitig vergrößerte sich der Anteil der Wenigzahler.

Kaum Änderungen gab es bei Kunden im Telekom-Netz. Stabil und anteilsweise groß ist die Gruppe derer, die monatlich 40 Euro oder mehr zahlen - es sind gut 29 Prozent. Unter diesen ist der Anteil von 11 Prozent an Kunden im Telekom-Netz, die monatlich sogar 60 Euro oder mehr zahlen, so groß wie der Anteil bei den drei Mitbewerbern zusammen und schrumpft nicht. In dieser Gruppe zeigt sich zudem: Diese Kunden sind sehr zufrieden mit der Sprachqualität, sie vergeben im Schnitt eine bessere Note als der Durchschnitt der Befragten im Telekom-Netz. Zufriedene Kunden zahlen mehr.

Verteilung der Flatrates ändert sich

Anteile von Sprach-Flatrates Anteile von Sprach-Flatrates
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Die Allnet-Flat ist nach wie vor ein gefragtes Produkt, ihr Aufschwung scheint sich allerdings leicht abzuschwächen. Vor allem beim Blick auf die Verteilung der Flatrates zeigen sich trotz des trockenen Themas spannende Beobachtungen. Während im letzten Jahr der Anteil an Allnet-Flat-Verträgen in allen Netzen fast gleich war, differenziert sich das Bild in diesem Jahr wieder. 54 Prozent der Befragten verfügten zum Zeitpunkt der Befragung über einen solchen Tarif, mit dem sie pauschal in alle Netze telefonieren.

Die meisten Freunde hat ein Allnet-Flat-Tarif anteilsweise unter den Kunden der Telekom. Hier waren es knapp 61 Prozent der Nutzer, die ohne gesonderte Berechnung in alle Netze telefonieren. Es folgen die Netze von o2 und Vodafone. Gut über die Hälfe der User besitzen hier eine Allnet-Flatrate (56 und 54 Prozent). Das E-Plus-Netz - einst das Netz, in dem die bezahlbare Flatrate für Gespräche in alle Netze populär wurde - weist 41 Prozent Anteil der Nutzer mit einer Allnet-Flat auf. Dieser Anteil ist seit den letzten beiden Umfragen weitestgehend stabil.

Deutlich anders sieht die Entwicklung in den Netzen der Mitbewerber aus. Im Netz der Telekom legte der Allnet-Flat-Anteil um 16 Prozentpunkte zu, im Jahr davor betrug der Zuwachs sogar satte 22 Prozentpunkte. Der Anteil im o2-Netz stieg zum zweiten Mal in Folge um 13 Prozentpunkte. Der Zuwachs im Netz von Vodafone stagniert etwas und stieg nur um 5 Prozentpunkte an. Zum letzten Jahr waren es noch 14 Prozent gewesen.

Bei diesem Zuwachs der Allnet-Flatrate sinkt naturgemäß die Bedeutung der separaten Festnetz-Flat sowie der Flatrates in ausgewählte Netze, mit zwei Ausnahmen: Die Festnetz-Flat hat ihren Anteil bei o2 um 4 Prozentpunkte ausgebaut, die Netz-Flatrates haben im E-Plus-Netz um 3 Prozentpunkte zugenommen.

Mit dieser Übersicht sind die wichtigsten Ergebnisse des Panels genannt. Weitere Auswertungen stellen wir wie angekündigt in einer zweitem Meldung vor. Interessante Erkenntnisse ergeben sich durch eine detailliertere Auswertung der monatlichen Kosten. Wir werden auch zum monatlichen Gesprächsaufkommen ein Wort verlieren. Außerdem betrachten wir die Entwicklungen beim Messaging und beim Mobilfunkgerät als Festnetzersatz.

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