FTTH

M-net-Glasfaserkunden übertragen 120 GB pro Monat

Kunden mit einem Glasfaseranschluss übertragen deutlich mehr Datentraffic als der Durchschnitt - zumindest in München. M-Net hat dazu einige Zahlen veröffentlicht.
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Wer einen echten Glasfaser-Anschluss von M-net in München nutzt, der verursacht mehr Datentraffic als ein durchschnittlicher deutscher Haushalt. Wie der Anbieter mit Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt bekanntgab, nutzt jeder FTTB- bzw. FTTH-Kunde im Monat durchschnittlich 120 GB Datentraffic. Das sei ein Spitzenwert in Deutschland, teilte der Anbieter mit.

Durchschnitt in Deutschland bei 37,2 GB

Mehr Datentraffic bei schnellem AnschlussMehr Datentraffic bei schnellem Anschluss Der bundesdeutsche Durchschnittshaushalt überträgt 37,2 GB pro Monat. Zu diesem Ergebnis kam Ende vergangenen Jahres eine Studie von Dialog Consult im Auftrag des Branchenverbandes VATM. Dieser Wert ergibt sich durch einen Blick auf insgesamt mehr als 30 Millionen Breitbandanschlüsse, die jedoch auch langsame DSL-Anschlüsse mit einstelligen Datenraten inkludiert. Dass ein Glasfaseranschluss mit Datenraten jenseits von 100 MBit/s mehr Traffic überträgt, verwundert da wenig.

M-net sieht sich jedoch in einer Annahme bestätigt, die der Anbieter zusammen mit verschiedenen Branchenverbänden der Telekom entgegenhält: Wo hohe Internetbandbreiten verfügbar sind, werden sie auch genutzt. Die Telekom geht indes davon aus, dass Kunden nicht mehr als 50 oder 100 MBit/s benötigen. Gleichwohl geben die von M-net jetzt mitgeteilten Zahlen keine Auskunft darüber, ob die Kunde wirklich die hohen Datenraten in der Spitze gebraucht hätten oder ob sie generell online-affiner sind und sich dadurch ein höherer Datenkonsum ergibt, der aber auch mit langsameren Anschlüssen möglich gewesen werde.

Datenaufkommen verdoppelt sich alle 18 Monate

"Mit der Digitalisierung unseres Alltags wird der Bedarf an schnellen und stabilen Internetleitungen auch künftig spürbar steigen. Und diese Entwicklung zeichnet sich schon heute klar ab: Die Gesamtmenge an Daten, die wir durch unser Netz transportieren, verdoppelt sich etwa alle anderthalb Jahre", erklärt Dorit Bode, Sprecherin der M-net Geschäftsführung. M-net baut zusammen mit der Muttergesellschaft, den Stadtwerken München, weiter an seinem Glasfaser-Netz. So soll das Glasfasernetz und damit auch M-net eine zentrale Rolle auf dem Weg Münchens zu einer Smart City einnehmen. Eine gemeinsame Vermarktungskampagne ist hierfür der Startschuss. Im Sommer 2016 fiel der Startschuss für die Erweiterung des Netzes außerhalb des Mittleren Rings.

Aktuell werden die Stadtteile Hasenbergl und Harthof ausgebaut. In den kommenden Tag rücken die Bautrupps in gleich sechs weiteren Gebieten an, nämlich in Teilen von Laim, Schwabing und Sendling sowie der Messestadt Riem und Freiham. Im Juli starten die Bauarbeiten dann auch in Hadern. Insgesamt wollen die SWM und M-net bis 2021 über 620 000 private Haushalte und Gewerbeeinheiten in München mit Glasfaser erschließen. Damit stehen dann in rund 70 Prozent aller Haushalte schnelle Internetanschlüsse zur Verfügung. Langfristig soll ganz München flächendeckend mit Glasfaser erschlossen werden.

Auf der CeBIT in Hannover hatte der Regulierungschef der Telekom, Wolfgang Kopf, erneut die Position seines Unternehmens vertreten: "100 MBit/s reichen für die Masse aus".

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