Nachgegeben

Microsoft lenkt bei Xbox ein: Keine Online-Pflicht

Alles beim Alten: Gebrauchte Spiele laufen auch auf Xbox One
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Nach einem Sturm der Entrüstung über die Nutzungsbedingungen der neuen Spielekonsole Xbox One macht Microsoft einen Rückzieher: So ist nun doch keine ständige Internetverbindung nötig und Spiele auf einer Disc können nach Belieben getauscht und weiterverkauft werden. Es funktioniere nun wie beim bisherigen Modell Xbox 360, erklärte Spartenchef Don Mattrick in einem Firmenblog.

Die anfangs angekündigten Einschränkungen hatten viele Nutzer vergrätzt und für Oberwasser beim Rivalen Sony gesorgt, der parallel seine neue Spielekonsole Playstation 4 herausbringt. Diese sollte von vornherein ohne einen Online-Zwang auskommen und auch gebraucht gekaufte Spiele akzeptieren. Microsoft-Manager Mattrick erklärte, die Kommentare der Nutzer hätten für den Sinneswandel gesorgt. "Wir haben zugehört."

Microsoft gibt nach: Kein Onlinezwang für die Xbox One.Microsoft gibt nach: Kein Onlinezwang für die Xbox One. Ursprünglich hatte Xbox-Hersteller Microsoft angekündigt, den Handel mit gebrauchten Spielen einschränken zu wollen. Betroffen sind von der Änderung allerdings nur Titel auf Disc. Digital erworbene Spiele sind weiter an das Nutzerkonto gebunden, mit dem sie gekauft wurden.

Damit gibt es auf der Xbox One nun die gleichen Regeln wie bei der Playstation 4. Das gilt auch für andere Dinge: Entgegen der ursprünglichen Ankündigung braucht die Xbox One für Spiele ohne Onlinekomponente nicht mehr unbedingt eine Internetverbindung. Außerdem gibt es keine Regionenbegrenzung. Nutzer können auf einer in Deutschland gekauften Konsole also auch Titel spielen, die zum Beispiel in den USA gekauft wurden. Die Xbox One und die Playstation 4 kommen beide voraussichtlich im November in Deutschland auf den Markt. Microsofts neue Konsole soll 499 Euro kosten, die Playstation ist 100 Euro günstiger.

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