Immer wieder Dienstags

Windows 10 Patchday: Oktober-Update-Fehler gefunden?

Microsoft musste das Rollout seines Windows 10-1809-Herbstupdates anhalten, weil Nutzerdaten verschwunden waren. Möglicherweise ist das Problem seit gestern behoben.
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Seit gestern Abend wurden Nutzer von Windows 10 (1803) auf die Version 17134.345 angehoben. Seit gestern Abend wurden Nutzer von Windows 10 (1803) auf die Version 17134.345 angehoben. Wir hatten berichtet, dass Windows das Herbst-Update von Windows 10-Version 1803 (Frühjahr 2018) auf die Version 1809 (Fall-Update 2018) wegen eines Problems mit verschwundenen Nutzer-Dateien gestoppt hat.

Sind die Daten noch zu retten?

Gleichwohl seien die Daten noch zu "retten", wenn sich betroffene Anwender bei Microsoft melden. Inzwischen liegen dem Online-Portal golem.de" Meldungen vor, wonach der deutsche Microsoft Support keine Hilfe bei "verschwundenen" Daten leisten würde und auf (kostenpflichtige) professionelle Datenrettungsunternehmen verweise.

Eine denkbare Rettung könnte das kostenlos ladbare Tool "RECUVA" von Piriform sein, wenn man es unmittelbar nach dem verunglückten Update einsetzt, bevor die als "gelöscht" markierten Daten von "neuen" Dateien endgültig "überschrieben" werden.

Neues vom Patch-Day

Gestern fand wieder der monatliche "Patch-Tuesday" (2. Dienstag im Monat, ab 19 Uhr deutscher Zeit) statt, wo Microsoft die regelmäßigen Sicherheitsupdate ausgeliefert hat. Sie stopfen wieder einige Sicherheitslücken u.a. auch in Office 2010, wobei diese Updates wohl auch ausgeliefert werden, wenn der Nutzer Microsoft Office 2010 nicht (mehr) oder noch die Office-Viewer-Programme aus Office 2003 oder später nutzt.

Am Ende der Update-Prozedur werden bisherige Windows 1803-Nutzer auf die Version 17134.345 "gehievt".

Update für Windows 10-1809 beseitigt Fehler

Wer bereits auf eigene Faust das Funktionsupdate auf 1809 hinter sich gebracht und "überlebt" hat, bekam gestern ebenfalls einige Sicherheitsupdates und Bugfixes ausgeliefert und befindet sich jetzt auf der Version 17763.55 (vorher 17763.1) In den Informationen zum Update wird ein Problem mit "Policies" (Richtlinien) behoben. Demnach gab es einen Fehler bei der Zeitberechnung, wenn in einer Policy eine Regel enthalten sein sollte, die ein Löschen von User-Daten auslösen soll, die längere Zeit nicht mehr angefasst wurden. Möglicherweise hatte Windows irrtümlich angenommen, dass bestimmte Nutzerdaten ihr "Verfallsdatum" bereits überschritten hatten.

Mit diesem Update könnten diese Probleme behoben worden sein.

Windows Backup mit Bordmitteln

Generell empfiehlt sich vor größeren Updates, wie einem Funktionsupdate aber auch zwischendurch, ein Backup des Systems zu machen. Windows 10 liefert als "Bordwerkzeug" die Backup-Funktion von Windows 7 mit , die in der "alten" Systemsteuerung (Windows-Taste + R drücken und dann "control.exe" starten) enthalten ist. Dieses Backup sollte auf einer externen (USB)Festplatte abgelegt werden und kann je nach Rechner und Konfiguration einige Stunden dauern. Sofern noch nicht erfolgt, sollte ein Systemwiederherstellungsdatenträger (etwa eine bootfähige CD oder ein bootfähiger USB-Stick) erzeugt werden, wovon der Rechner im Falle eines Falls neu gestartet werden kann.

Einen Überblick über die installierte Windows Version erhält man mit dem Tool "Winver", dass über Windows-Taste+R und "winver.exe" gestartet werden kann. Man kann sich auch eine Verknüpfung auf den Desktop legen.

Wann Microsoft den Rollout von Windows 10 Version 1809 wieder aufnimmt, ist noch nicht bekannt.

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