Letzter Strohhalm?

Windows 8.1 with Bing: Kommt das kostenlose Windows?

Im Internet sind erste Details zu "Windows 8.1 with Bing" aufgetaucht. Demnach wird es das System in drei Versionen geben. Glaubt man der Gerüchte-Küche, soll es sich dabei um eine preisgünstigere oder gar kostenfreie Version von Windows handeln.
AAA
Teilen

Die Gerüchte, die sich seit einiger Zeit im Internet tummeln, scheinen sich zu bestätigen. Demnach plant Microsoft eine speziell angepasste Version des Windows-Betriebssystems, die es Herstellern ermöglichen soll, besonders preisgünstige Geräte anzubieten. Als Name für diese Version war lange Zeit "Windows 8.1 with Bing" im Gespräch. Dieses Gerücht scheint sich nun zu bestätigen. Im Internet tauchte nun eine Version des Windows Assesment and Deployment Kits [Link entfernt] , kurz Windows ADK, auf. Dieses Toolkit ermöglicht Herstellern die großflächige Installation von Windows auf vielen Geräten gleichzeitig.

Kommt das kostenlose Windows?Kommt das kostenlose Windows? In Bezug auf "Windows 8.1 with Bing" ist aber weniger das Kit, als seine Dokumentation interessant. Hier findet sich erstmals eine ausführliche Erklärung, die beschreibt, was sich hinter dem Namen verbirgt. Frei übersetzt heißt es dort: "Windows 8.1 mit Bing hilft Herstellern Windows auf preisgünstigen Geräten zur Verfügung zu stellen und die Endanwender-Nutzung von Bing und OneDrive anzutreiben."

Bing als Standardsuchmaschine für den Browser

So wie es scheint, wird es für den Nutzer jedoch keinen Unterschied machen, welche Windows-Version auf dem Gerät installiert ist. Es scheint sich um eine Version zu handeln, die mit den Einsteiger-Versionen identisch ist. Genauso wie Letztere sollen auch die Bing-Editionen Aktualisierungen erhalten und in bekannter Art und Weise installiert werden können.

Der einzige Unterschied ist der, dass sich beim ersten Öffnen des Internet Explorers Bing als Standardsuchmaschine einstellt. Anders als bei den anderen Versionen sollen Hersteller dies nicht verhindern können. Sind andere Suchmaschinen als Bing eingestellt, wird die Konfiguration automatisch überschrieben. Für den Nutzer soll sich hingegen aber nichts ändern. Wie bisher gewohnt, kann nach der Installation ein alternativer Browser - wie beispielsweise Firefox oder Chrome - installiert werden. Verbieten dürfte Microsoft das wohl sowieso nicht, denn dann würden Monopolklagen zu erwarten sein.

Macht ein kostenloses Windows Sinn?

"Windows 8.1 with Bing" wird es dem Bericht zufolge in drei Versionen geben: Eine normale Variante, eine spezielle Edition für China und eine N-Version für den Einsatz in der Europäischen Union. Bei Letzterer lässt sich festlegen, ob beispielsweise der Windows Media Player installiert werden soll. Jedes System wird es in je einer 32- beziehungsweise 64-Bit-Variante geben.

Microsofts Streben nach einer günstigen oder gar kostenlosen Version von Windows dürfte vor allem dazu dienen, Deals mit anderen Suchmaschinenbetreibern zu verhindern und die eigenen Dienste zu bewerben. Der Softwaregigant gerät zudem immer stärker durch preisgünstige Hardware mit alternativen Betriebssystemen wie Googles Android unter Druck.

Auch die Chromebooks aus Mountain View, relativ günstige Geräte, die speziell auf die Dienste des Suchmaschinengiganten zugeschnitten sind, finden immer öfter bei Verbrauchern anklang. Dass der Konzern den Herstellern Windows künftig zu einem geringeren Preis oder gar kostenlos anbietet, ist demnach keine Wohltat. Vielmehr handelt es sich um den Versuch, das System wieder attraktiv zu machen.

Teilen

Mehr zum Thema Windows