Ungeplant

Neues Zwischendurch-Update für Windows 10

Microsoft liefert ein Update für alle unterstützten Versionen von Windows 10 aus, das einige lästige Probleme behebt. Dieses Mal waren es Probleme mit ungültigen Kennwörtern und Bluetooth.
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Wieder einmal schiebt Microsoft für Windows 10 ein "Zwischendurch"-Update ein, das man auf die Schnelle nur "findet", wenn man manuell nach Updates sucht, obwohl schon von der Update-Routine erklärt wurde, es seien keine neuen Updates gefunden worden.

Für alle Versionen von Windows 10

Microsoft Chef Satya Nadella bei der Microsoft Build ConfereneMicrosoft Chef Satya Nadella bei der Microsoft Build Conferene Die Updates gelten für Windows 10, und zwar auch "ältere" Versionen, nämlich 1607 (Herbst 2016), 1703 (Frühjahr 2017), 1709 (Herbst 2017) und 1803 (Spring Update 2018), je nach Prozessor (und dazugehörender Hardware) in 32-Bit- oder 64-Bit-Ausführung. Bei der aktuellen Version 1803 wird die Version mit KB4340917 auf Betriebs­system­build 17134.191 angehoben. Die Information erhält man, wenn man die Windows-Flagge + "R" gleichzeitig drückt und dann "winver" und Return eingibt. Bei Windows 1709 (KB 4338817) erhält man 16299.579, bei 1703 gibt es gemäß KB 4338827 die 15063.1235 und bei 1607 (nur für die Enterprise-Version) und dem Windows Server 2016 wird über KB 4338822 auf 14393.2395 angehoben.

Qualitätsverbesserungen

In seinen Support-Informationen weist Microsoft darauf hin, dass das Update in erster Linie Qualitätsverbesserungen bietet, neue Features werden nicht eingeführt, die gibt es nur zweimal im Jahr beim Frühjahrs-(Spring)- und Herbst-(Fall)- Update.

Das aktuelle Update behebt ein Problem mit Bereitstellungspaket-Updates und in Active-Directory-Umgebungen, was eher in Firmen zutrifft als beim Privat-Anwender.

Weitere Probleme traten bei "aktualisierten Zeitzoneninformationen" auf, etwa wenn man mal mit seinem Computer im Urlaub in einer anderen Zeitzone reist.

Roaming gibts auch auf dem Computer

Bei den sogenannten "Roaming­benutzer­profilen" konnte es passieren, dass die Ordner „AppDataLocal“ und „AppDataLocallow“ nicht ordnungsgemäß synchronisiert wurden, wenn sich der Benutzer angemeldet bzw. abgemeldet hat. Das könnte dann der Fall sein, wenn man seinen Rechner mit Freunden oder Familienmitgliedern teilt und jeder ein eigenes Nutzerkonto hat - wozu wir dringend raten würden. Diese Nutzerkonten sollten nur "normale" Benutzer-Rechte (und keine Administrator-Rechte) haben, ein gesonderter Nutzer mit Administrator-Rechten wird nur zur Installation von neuer Software benötigt.

Mit dem Update wird die Windows Version auf Build 17134.191 angehoben.
Mit dem Update wird die Windows Version auf Build 17134.191 angehoben.

Mehr Qualität bei Bluetooth

Immer mehr kommen Bluetooth-Geräte am Laptop oder PC in Mode. Das aktuelle Update löst ein Problem mit externen Geräten, die den QoS-Parameter (Quality of Service) für ihre Bluetooth-Verbindungen verwenden.

Weitere gelöste Probleme liegen beim SQL-Server und "ungültige" Kennwörter in einer PEAP- (Protected Extensible Authentication Protocol)-Drahtlosumgebung. Verwenden Sie OpenType-Schriftarten in Win-32-Anwendungen, können diese jetzt gedruckt werden. Hatten Sie bisher einen schwarzen Bildschirm bei einer "Remote"-Verbindung (etwa vom Computer-Service), sollte das jetzt auch behoben sein.

Updates sind kumulativ

Falls schon frühere Updates installiert wurden, werden beim Update nur die neuen Korrekturen heruntergeladen und installiert. Sollte ein vorheriges Update noch fehlen, kommt es gleich automatisch dazu, man spricht von kumulativen Updates, wenn der normale Update-Modus (Start - Einstellungen - Windows Updates) verwendet wird.

Wer viel unterwegs ist, sollte zum Update unbedingt eine stabile und kostengünstige Internetverbindung haben, da die Updates je nach Rechner und Konfiguration auch einmal 3 GB Daten herunterladen könnten, wie im Internet zu lesen ist. Unpraktisch, wenn dabei das mögliche Datenvolumen verbraucht ist.

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