Windows-Tablet

Microsoft Surface 2 im Test: Hardware besser als die Software

Überdurchschnittliche Leistung und Akkulaufzeit, aber Software-Patzer
AAA
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Das erste Microsoft-Surface-Tablet mit Windows RT war nicht gerade ein Ver­kaufs­schlager, das Nach­folge­mo­dell Sur­face 2 räumt mit einigen Kritik­punkten auf. Wir haben das Surface 2 an­ge­schaut und fragen, warum die Hard­ware besser als die Soft­ware ist.

Microsoft Surface 2 (32 GB)

Microsoft Surface 2 im TestMicrosoft Surface 2 im Test Das Surface RT, das wir vor gut einem Jahr hier getestet haben, ent­puppte sich als echtes Multi­media-Wieder­gabe­ge­rät ohne Ambitionen, ein Arbeits­tier wie das Surface Pro zu sein. Die heftige Kritik am Surface RT hat Microsoft gekränkt, wie Aus­sagen von Ver­tretern des Konzerns immer wieder zu ent­nehmen war. Zuletzt haben sich so gut wie alle Hard­ware-Partner aufgrund der schlechten Ver­kaufs­zahlen von der Produktion von RT-Geräten zugunsten von voll­wertigen Windows 8-Tablets ver­ab­schiedet. Und auch Micro­soft macht einen Kompro­miss bei der Namens­gebung, um das RT-Debakel los­zu­werden: Das Surface 2 enthält den Zusatz "RT" nicht mehr, bleibt aber weiter­hin ein RT-Tablet, auf dem keine klassische Windows-Software installiert werden kann.

Touch-Cover mit Beleuchtung und Full-HD-Auflösung

Touch Cover jetzt mit HintergrundbeleuchtungTouch Cover jetzt mit Hintergrundbeleuchtung Geliefert wird das Surface 2 wie schon sein Vorgänger in einer schlichten, aber optisch ansprechenden Einschubverpackung. Gleichzeitig mit dem Tablet erhalten haben wir das Touch Cover 2 in Schwarz, das als Neuerung nun eine Hintergrundbeleuchtung mitbringt. In abgedunkelten Räumen haben wir das im Test als sehr sinnvoll empfunden - nutzt der Anwender das Tablet für einige Sekunden nicht, schaltet sich die Tastaturbeleuchtung ab. Berührt man die Tastatur, geht die Beleuchtung sofort wieder an. An der Haptik und Bedienung des Touch Covers mit Filzoberfläche hat sich ansonsten nichts geändert.

Das Surface 2 im VordergrundDas Surface 2 im Vordergrund Nachgebessert hat Microsoft beim Ständer des Surface-Tablets, bei dem es früher nur die Positionen "eingeklappt" und "ausgeklappt" gab. Die neue Stütze lässt sich nun in verschiedenen Stufen arretieren, was den Vorteil hat, dass der Standwinkel des Tablets beeinflusst werden kann. Die flexible Filz-Verbindung zur Tastatur (bei starkem Fixierungs-Magnetismus) bleibt aber - und damit das Problem, dass das Gerät auf den Knien sehr unbequem weil wackelig zu nutzen ist.

Ein Unterschied zum alten Surface-RT-Tablet ist die höhere Bildschirmauflösung des Surface 2, dieses bietet nun die Full-HD-Auflösung von 1 920 mal 1 080 Pixel. Den Effekt dieser Änderung sieht man allerdings erst, wenn man den klassischen Windows-8.1-Kacheldesktop verlässt. Denn dieser wurde auch schon auf dem ersten Surface-Tablet klar und sauber dargestellt. Die höhere Auflösung macht sich insbesondere bei der Darstellung kleinerer bis mittelgroßer Schriften bezahlt - und natürlich bei der Filmwiedergabe.

Änderungen beim Betriebssystem Windows 8.1

Surface 2 beim HochfahrenSurface 2 beim Hochfahren Wichtige Neuerungen gibt es auch bei der Touch-Navigation unter Windows 8.1. Ein Kritikpunkt bei Windows 8 und RT war, dass viele wichtige Elemente ausgeblendet sind und nur auf teilweise schwer zu findenden Seitenleisten wieder aufrufbar sind. Dies hat sich zum Teil verbessert. Ein Beispiel ist die Übersicht aller auf dem Tablet installierter Apps. Unter Windows 8 musste der Anwender die untere Querleiste "hereinwischen" und dort das Icon für alle Apps antippen. Unter Windows 8.1 reicht es, den Homescreen nach oben wegzuwischen.

Einen größeren Spielraum hat der Nutzer nun auch bei der Gestaltung des Homescreens: Die Kacheln können flexibler angeordnet und in der Größe verändert werden als bisher. Bei der ersten Version des Systems waren viele Systemeinstellungen noch nicht auf der Kacheloberfläche unter "Einstellungen" zu finden, sondern mussten mühsam auf dem Desktop in der klassischen Systemsteuerung aufgespürt werden. Auch hier hat Microsoft nachgebessert.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns der in einigen Punkten leider ungenügenden Software. Außerdem verraten wir, was das Tablet bei Leistung und Akkulaufzeit zu bieten hat und erläutern, was es mit der kostenlosen Skype-zu-Festnetz-Telefonie auf sich hat.

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