Verkürzt

Microsoft speichert IP-Adressen künftig kürzer

Speicherdauer sinkt bei Suchanfragen von 18 auf 6 Monate
Von AFP / Marc Kessler

Microsoft will bestimmte Daten von Internetnutzern künftig kürzer speichern als bisher. Die Speicherdauer für IP-Adressen werde bei Suchanfragen von 18 auf 6 Monate verkürzt, kündigte der US-Konzern heute in Brüssel an. Das Unternehmen betreibt die Suchmaschine Bing, mit der Nutzer im Internet gezielt bestimmte Seiten finden können. Wie Konkurrenten, darunter Google, speichert Microsoft bei jeder Suche die IP-Adresse, über die einzelne Nutzer beziehungsweise Computer zu identifizieren sind.

Die Regelung gelte weltweit, sagte ein Microsoft-Experte. In Europa hatten sich Datenschutzbehörden wiederholt für eine Begrenzung auf 6 Monate ausgesprochen. Marktführer Google bekräftigte im Dezember, die Daten 9 Monate speichern zu wollen, nachdem es dort ehemals ebenfalls 18 Monate gewesen waren.

Solche Daten sind für die Suchmaschinen-Anbieter wertvoll. Sie können unter anderem Aufschluss über die Interessen und persönlichen Beziehungen der Internetnutzer geben. Werbekunden können damit zielgenauere Anzeigen schalten.

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