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Windows-Startmenü bekommt Kacheln, Windows-Phones werden billiger

Auf einer Pressekonferenz in Washington hat Microsoft heute seine neuen Pläne für die Zukunft vorgestellt. Dabei wurde klar, dass der Konzern auf Mobilität sowie die Vernetzung und den Austausch verschiedener Menschen setzt.
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Heute fand in Washington die weltweite, jährliche Pressekonferenz von Microsoft statt. Die Keynote stand dabei unter dem Motto "First Mobile, First Cloud". Dies verdeutlicht auch den Weg, den der Konzern unter der Führung von Satya Nadella zukünftig gehen möchte.

Kacheloptik bleibt erhalten

Das Startmenü erhält die bekannt KachelnDas Startmenü erhält die bekannt Kacheln Das Startmenü, welches viele Verbraucher bei dem Betriebssystem Windows 8 vermisst haben, wird nun wieder fester Bestandteil der Benutzeroberfläche. Zudem soll in dem Startmenü ebenfalls die Kacheloptik implementiert werden. Sie wird also entgegen der Gerüchte nicht vollständig aus dem Betriebssystem verschwinden. In dem vorgestellten Entwurf der Windows-Benutzeroberfläche sieht es so aus, als ob neben dem Startmenü die Nutzeroberfläche eines Windows Phone angeheftet ist (siehe Screenshot). Dies soll den Verbrauchern eine kompakte Übersicht mit den für sie wichtigsten Informationen liefern.

Die App-Idee findet sich auch in weiteren Microsoft-Anwendungen wieder. So sollen beispielsweise in den Fenstern zukünftig Applikationen integriert sein. Wie dies genau umgesetzt wird, ist derzeit noch unklar. Die Entwickler von Microsoft betonen auch, dass es sich hierbei vorerst um Ideen handeln würde.

Microsoft wird mobiler

Mobile Windows-Phone-Geräte sollen zukünftig günstiger werdenMobile Windows-Phone-Geräte sollen zukünftig günstiger werden Darüber hinaus kündigte Microsoft auf seiner Keynote an, dass zukünftig jedes Gerät des Konzerns bereits mit dem Programm Office 365 ausgeliefert werden wird. Auch Smartphones und Tablets werden diese Anwendungen zukünftig haben.

Neben günstigen Tablets (Toshiba 7-Zoll Windows Tablet) will Microsoft nun auch an den Preisen von Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone arbeiten. Das Unternehmen plant, vorerst zwei Modelle (Micromax W121, Xolo Q900s, siehe Screenshot) für wenige US-Dollar auf den Markt zu bringen. Den genauen Preis hat Microsoft nicht bekannt gegeben.

Nadella erklärt, dass Microsoft zukünftig den Fokus vermehrt auf Mobile Computiing sowie Cloud Computing legen wird. Dabei arbeitet der Konzern schon jetzt daran, das stetig steigende Datenaufkommen auch in Zukunft bewerkstelligen und seinen Kunden entsprechende Lösungen anbieten zu können. Hierfür setzt Microsoft auf eigene Geräte sowie Software-Lösungen (E-Mail, Filesharing bzw. Cloud Computing und Chat), die das mobile Arbeiten vereinfachen und zugleich eine Dual-Lösung für den Business- und Freizeiteinsatz bieten. Auch will Nadella verstärkt auf Software anstelle von Hardware setzen. Dies ist sicherlich eine Folge des rückläufigen PC-Geschäfts.

Auch bei der Bedienung der Geräte versucht Microsoft seinen Kunden vereinfachte Lösungen anzubieten. Neben der bereits bekannten Touch- und Gesten-Steuerung sollen Microsoft-Produkte zunehmend per Sprache navigiert werden können.

Skype mit Echtzeitübersetzung

Auch an der Verbesserung des Kommunikations-Dienstes Skype arbeitet Microsoft zunehmend. Laut Keynote soll zum Jahresende eine Betaversion der kostenlosen IP-Telefonie-Software, die eine Sprachübersetzung in Echtzeit ermöglicht, an einige Tester ausgeliefert werden. Bei der Vorführung dieser Funktion hakte es zwar noch an einigen Stellen, Nadella versprach, dass die Entwickler dieses umgehend verbessern werden.

Zu der vor kurzem von Nadella öffentlichen E-Mail an seine Mitarbeiter, in der unter anderem ein Stellenabbau bei den Nokia-Mitarbeitern angekündigt war, ist der CEO nicht eingegangen.

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