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Microsoft Docs gegen Google Wave

Microsoft kooperiert mit Facebook
Von Marie-Anne Winter
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Kaum hat Google sein Office-Angebot Google Docs renoviert, fährt Microsoft ebenfalls ein neues Textverarbeitungs-Tool für die Internetgemeinde auf: Mit Docs.com können Nutzer Microsoft-Office-Dokumente mit Freunden auf Facebook teilen, gemeinsam bearbeiten oder auf anderen Facebook-Seiten finden. Das Angebot ist jetzt in einer Beta-Version online, für Interessenten gibt es eine Warteliste. Allerdings ist Microsoft Docs eher eine Antwort auf das Kooperations-Tool Google Wave. Ausschnitt der Startseite von Microsoft DocsAusschnitt der Startseite von Docs

Im Grunde funktioniert Microsoft Docs genauso, nur das Microsoft die Betonung klar auf das gemeinsame Nutzen von Office-Dokumenten legt, die mit seiner Office-Software erstellt wurden, während Google auf das dynamische Bild der "Wellen" setzt, die aus Dokumenten, Bildern oder Gadgets bestehen können. Für die Nutzung von Microsoft Docs wird kein Windows-Live-Konto zur Anmeldung benötigt, der Zugang zu dem Dienst erfolgt über das Facebook-Konto des Nutzers. Mit dem Microsoft-Dienst können bereits lokal auf dem Rechner erstellte Office-Dokumente hochgeladen und mit anderen Anwendern ausgetauscht werden. Es können aber auch direkt auf der Website des Dienstes Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumente erstellt werden. Die betreffenden Dokumente können dann wiederum gemeinsam mit anderen Facebook-Freunden bearbeitet werden. Hierbei kann man jeweils festlegen, für wen das Dokument freigegeben wird.

Die Frage ist, ob die Zusammenarbeit von Facebook und Microsoft tatsächlich ausreicht, um gegen Google zu bestehen, zumal Facebook zumindest in Deutschland wegen seiner Datenschutz-Politik derzeit heftig kritisiert wird.

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