Wolkenrechnen

Cloud-Computing: Microsoft setzt auf die Wolke

Aus einem Buzzword soll jetzt Business werden
AAA
Teilen

Nach Einschätzung von Microsoft-Deutschlandchef Ralph Haupter wird 2011 das Jahr des Cloud Computing. "Dieses Jahr wird extrem erfolgreich für die Cloud", sagte Haupter am heute gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Aus einem Buzzword wird jetzt Business." Auf der CeBIT in Hannover will sich Microsoft mit 60 Partnern und zahlreichen Szenarien für kommerzielle und private Anwendungen in der kommenden Woche sowohl als Trendsetter und Tempomacher präsentieren.

Microsoft-Chef Steve Ballmer erklärt Cloud-Computing.Microsoft-Chef Steve Ballmer erklärt Cloud-Computing. Das Cloud Computing, also Anwendungen und Dienstleistungen direkt aus der Rechner-"Wolke", die per Internet bereit steht, sei laut Haupter bei den Nutzern und Unternehmen in Deutschland angekommen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen würden sich mit dem Einsatz von Cloud Services beschäftigen oder hätten schon konkrete Pläne. Das habe eine noch unveröffentlichte, von Microsoft in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsinstituts IDC ergeben.

Während sich 2009 unter 800 Unternehmen lediglich ein Viertel mit dem Thema beschäftigt habe, zeigten sich in diesem Jahr unter 185 Befragten nur noch 15 Prozent der Entscheider uninteressiert für die neuen Services. Gut zwei Drittel der Befragten gingen davon aus, dass sich das Cloud Computing in zwei bis fünf Jahren etablieren werde.

Die Wolke ist angekommen

Auf der CeBIT in Hannover werde Microsoft zeigen: "Die Cloud ist hier", sagte Haupter. Auf über 300 Quadratmetern sollen auch Szenarien für Konsumenten und Endverbraucher zum Beispiel mit Windows 7 und Windows Phone 7 und Microsofts Live-Services gezeigt werden. "Derzeit treiben vor allem die privaten Verbraucher die Nachfrage kräftig an", sagte Haupter. Microsoft begrüße deshalb, dass sich die CeBIT wieder für die privaten Nutzer öffne.

Im derzeit boomenden Markt der Tablet-PCs will das Software-Unternehmen Geräte von acht Herstellern präsentieren, die mit Microsofts Betriebssystem laufen. Auch die auf den kleinen Geräten weitverbreiteten Prozessoren des Chip-Designers ARM würden nun unterstützt. "Wir wollen die Marktpotenziale abgreifen", sagte Haupter.

Microsoft tritt damit vor allem gegen große Konkurrenz von Googles Betriebssystem Android an, mit dem zahlreiche Hersteller ihre neuen Tablet-Modelle bestücken.

Weitere Meldungen zur CeBIT 2011

Teilen