Suchmaschinen-Ausbau

Google-Konkurrenz: Microsoft will Bing mit lokalen Suchdaten verbessern

Microsoft kooperiert mit dem Online-Netzwerk Foursquare, um seine Suchmaschine Bing zu verbessern. Der Software-Riese will durch den Deal seine Position zum Konkurrenten Google stärken.
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Microsoft verbündet sich mit dem Online-Netzwerk Foursquare, um die Suche nach Restaurants und Geschäften zu verbessern. Four­square hat in seiner Datenbank In­for­ma­ti­onen über rund 60 Millionen Lokale weltweit und der Software-Riese will sie in seinen Produkten wie der Suchmaschine Bing verwenden.

Microsoft steigt im Zuge der Partner­schaft als strategischer Investor bei Foursquare ein. Der Windows-Konzern investiere 15 Millionen Dollar (11,1 Millionen Euro), sagte Foursquare-Manager Holger Luedorf. Für die Nutzung der Daten bekommt Foursquare zusätzliches Geld in nicht genannter Höhe, der Deal ist zunächst auf vier Jahre ausgelegt. Nach Informationen des Blogs Recode spült er weitere rund 15 Millionen Dollar in die Foursquare-Kassen.

Bei Foursquare kann man nach Restaurants und Geschäften suchen und Freunden den aktuellen Auf­enthalts­ort mitteilen. Zudem werden bei Empfehl­ungen neuer Lokale die bisherigen Vorlieben sowie die Präferenzen der Freunde berücksichtigt. Der Dienst hat nach eigenen Angaben rund 45 Millionen registrierte Kunden, die insgesamt über fünf Milliarden Mal an verschiedenen Orten "eincheckten".

Microsoft will seinen Suchmaschinen-Dienst nicht aufgeben

Microsoft will seinen Suchmaschinendienst Bing ausbauenMicrosoft will seinen Suchmaschinendienst Bing ausbauen Der Deal wurde wenige Stunden nach der Er­nennung des neuen Microsoft-Chefs Satya Nadella bekanntgegeben - war aber schon seit mehreren Monaten in Arbeit, wie Luedorf sagte. Man habe mit Microsoft eine gemeinsame Vision: "Wir glauben, dass in wenigen Jahren alle Suchdienste personalisiert sein werden." Microsoft bekommt keinen Zugriff auf Informationen der Foursquare-Nutzer. Mit der Zeit könnten sie aber die Möglichkeit erhalten, ihr Profil bei dem Dienst mit ihrem Microsoft-Konto zu verbinden.

Microsoft beweist mit der Partner­schaft, dass der Konzern trotz jahrelanger hoher Verluste weiter gegen die Übermacht von Google im Such­maschinen-Geschäft ankämpfen will. Für Foursquare verschafft der Deal wichtigen finanziellen Spielraum: Der Dienst arbeitet erst noch an einem tragfähigen Geschäftsmodell.

Foursquare ist ein Pionier unter den sogenannten "Check-In"-Diensten, bei denen man sich über eine App in verschiedenen Lokalen anmelden kann. Mit der Zeit entwickelte sich das Start-up immer stärker zu einer lokalen Suchmaschine. Mit dem Geld von Microsoft solle unter anderem das internationale Geschäft ausgebaut werden, sagte Luedorf.

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