Themenspecial Senioren nicht schick, aber nützlich

Outdoor-Handy Mambo 2 von MiaVojo im Test

Geräte sind vergleichsweise teuer, es gibt aber wenig Alternativen
Von Ralf Trautmann / Marleen Frontzeck-Hornke /

Auch wenn vom Mambo 2 aus keine Gespräche geführt oder SMS versendet werden, entstehen Folgekosten: Zwar ist die GPS-Nutzung bekanntlich kostenfrei, doch die Übertragung der Daten an den Anbieter erfolgt via Mobilfunknetz, wodurch entsprechende Datenentgelte anfallen. Da das Gerät freundlicherweise SIM- oder Netzlock-frei daherkommt, hat der Nutzer die (fast) freie Wahl, und hier sollte genau auf ein passendes Angebot geachtet werden. Journal - Zurückgelegte Strecke mit genauer Zeitangabe Journal: Zurückgelegte Strecke mit genauer Zeitangabe
Bild: teltarif.de

Wer seine normale SIM-Karte ohne gebuchtes Datenpaket einlegt, kann nämlich je nach Tarif schnell eine horrende Rechnung erhalten: Wenngleich einige Prepaid-Discounter hier zum Beispiel lediglich 24 Cent pro MB berechnen, verlangen andere Anbieter je nach Tarif immer noch 9 Euro für die selbe Datenmenge, und vereinzelt sogar noch mehr. MiaVojo selbst empfiehlt übrigens simyo, in der Tat nicht die schlechteste Wahl, werden hier doch auf Prepaid-Basis ohne Mindestlaufzeit und Grundentgelte die besagten 24 Cent pro MB berechnet. Welche Datentarife sonst noch sinnvoll sind, erfahren sie (natürlich auch völlig unabhängig vom hier präsentierten Handy) über unseren Datenrechner. Eine kleine Einschränkung bei der Tarifwahl gibt es allerdings: Da die Nutzung eines Angebots ohne Proxy-Server möglich sein muss, fallen einzelne Angebote wie zum Beispiel CallYa oder Bildmobil im Vodafone-Netz auf Grund ihres eingeschränkten Internet-Zugang aus.

Fazit: Der Preis als Hindernis

Abgespeckte Version unterliegt der Sport Edition Abgespeckte Version unterliegt der Sport Edition
Bild: teltarif.de
Das Mambo 2 ist erstmal etwas besser als es aussieht, zumindest in der sportlichen Version. Das Mambo 2 in der Personal Edition dagegen kann trotz des beabsichtigten Minimalismus wirklich nur bedingt gefallen, im Zweifel kann die Sport Edition daher als die überzeugendere Variante gelten.

Allerdings nur "im Zweifel", da in einer grundlegenden Hinsicht das Gerät nicht punkten kann: in Bezug auf den Preis. Schon die Kinder- bzw. Seniorenvariante kostet 299 Euro, die Sportvariante gibts indes für 359 Euro. Das Mambo 2 dürfte es entsprechend schwer haben, weil sich wahrscheinlich wenige Menschen ein solches teures Gerät als zweites Handy zulegen werden. Als Ersthandy für Sportler ist es, wie das Unternehmen ja auch selbst erkennt, wenig geeignet. Ob Eltern ihr Kind mit einem 300-Euro-Gerät ausstatten wollen, werden sie sich gut überlegen.

Einen Vorteil hat das Gerät allerdings: Die Angebote großer Hersteller im Segment der "wirklichen" Outdoor-Handys sind spärlich: Hier überwiegen Handys, die zwar zum Beispiel besondere Sport-Anwendungen bieten wollen, aber nicht dank robuster Verarbeitung auch weitergehendem Schutz gegenüber Stürzen, Regen und ähnlichem bieten.

Ein Vergleich mit Konkurrenten ist somit entsprechend mangels potenzieller Kandidaten schwer. Wer also ein Gerät mit den genannten Features sucht und das nötige Kleingeld hat, kann also einen Blick auf die entsprechende Edition werfen. Die Nutzung des Portals ist übrigens zwei Jahre inklusive, danach fallen 30 Euro pro Jahr an.

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