Mietwochen

Media Markt: Handy, TV, Kamera & Co. mieten statt kaufen

Media Markt hat in Kooperation mit Grover die Mietwochen gestartet. Kunden können ausgewählte Produkte nun mieten statt sie zu kaufen. Die Leihfrist ist mit einem Monat deutlich flexibler als bei Otto Now.
Von Rita Deutschbein
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Media Markt: Handy, TV, Kamera & Co. mieten statt kaufenMedia Markt startet Mietwochen Immer die neuesten Geräte anzuschaffen kann auf Dauer ganz schön teuer werden. Und manchmal kommt es vor, dass Nutzer ein bestimmtes Gerät nur für einen kurzen Zeitraum benötigen. Das neue Vermietungs-Konzept von Media Markt könnte in diesen Fällen helfen. Unter dem Motto "Miet mich!" will der Händler in Kooperation mit dem Berliner Mietkauf-Startup Grover künftig ausgewählte Hardware vermieten. Die Testphase der Media Markt Mietwochen mit ausgewählten Produkten hat bereits begonnen. In einem weiteren Schritt soll die Produktauswahl sukzessive erweitert werden und auch eine Ausweitung der Media Markt Mietwochen auf den stationären Handel ist im Gespräch.

Zum Start stehen mehrere hundert Produkte aus den Bereichen Mobile, Gaming, Foto/Video, Entertainment & Co. zur Wahl. Alle Geräte sind immer entweder "neu" oder "so gut wie neu". Über den Button "Mieten mit Grover" auf der Produktseite der Geräte gelangen die Kunden zur Leihoption. Die Leihfrist beträgt in der Regel einen Monat, wobei die Leihgebühr vorab bezahlt werden muss. Der komplette Miet-Prozess wird über Grover abgewickelt, Kunden mieten die Ware also nicht über Media Markt. Kosten für den Hin- und Rückversand der Geräte werden nicht berechnet und auch eine Kaution muss der Kunde nicht hinterlegen. Alle Mietsachen sind im Schadensfall versichert - allerdings trägt Grover nur 50 Prozent der Kosten, die anderen 50 Prozent muss der Kunde übernehmen.

Mietgeräte können auch gekauft werden

Möchte ein Kunde seine Mietsache behalten, kann er sie - soweit angeboten - nach Zahlung des ersten Nutzungsentgelts jederzeit zu dem im Angebot ausgewiesenen ursprünglichen Kaufpreis erwerben. Anderenfalls ist der Kunde verpflichtet, sein gemietetes Gerät nach Ablauf der Leihdauer an Grover zurückzusenden. Wird die Ware nicht fristgerecht zum im Mietvertrag angegebenen Zeitpunkt zurückgeschickt, verlängert sich das Mietverhältnis automatisch um einen weiteren Monat. Die Monatsgebühr wird dann erneut berechnet. Details zur Leihdauer, zur Verlängerung und zum Kauf der gemieteten Ware hat Grover auf seiner Webseite zusammengefasst.

Mietbeispiele

Media Markt und Grover bieten die unterschiedlichsten Produkte zum Verleih. Darunter auch Smartphones wie das Samsung Galaxy S7 Edge in der Version mit 32 GB. Während Media Markt das Gerät für 599 Euro verkauft, berechnet Grover eine Miete von 59,90 Euro im Monat. Die VR-Brille Oculus Rift können Kunden für 69,90 Euro im Monat mieten - eine gute Möglichkeit, den immer populärer werdenden VR-Trend einmal auszuprobieren, ohne gleich die 699 Euro teure Brille kaufen zu müssen.

Ebenfalls interessant könnte der Verleih diverser Kameras sein - beispielsweise dann, wenn Kunden eine Kamera für den Urlaub oder ein spezielles Event benötigen. Hier stehen die verschiedensten Modelle für Foto- und Videoaufnahmen zur Wahl. Auch Outdoor-Kameras wie die neue GoPro Hero 5 werden vermietet. Die GoPro kann für 29,90 Euro im Monat ausgeliehen werden. Notebooks, Fernseher, Spielkonsolen und sogar Klimageräte sind ebenfalls Teil der Media Markt Mietwochen.

Otto macht es vor

Mit Otto Now hat der Versandriese Ende des vergangenen Jahres einen ähnlichen Verleih-Dienst gestartet. Der Versand und Rückversand und selbst der Aufbau und Anschluss diverser Geräte sind bei Otto durch die Leihgebühr abgedeckt. Anders als bei Grover erhalten Kunden über Otto Now allerdings nicht immer Neuware. Zudem ist die Mietdauer mit mindestens drei Monaten nicht so flexibel wie bei Grover. Die Mietgebühr richtet sich bei Otto Now nach der Mietdauer. In der Regel wird die monatliche Leihgebühr nach einer Miete von 12 Monaten und 24 Monaten jeweils etwas günstiger.

Ein Mietbeispiel ist das Galaxy S7 Edge, für das Grover monatlich 59,90 Euro Miete berechnet. Bei Otto Now gibt es das Smartphone für 34,99 Euro im Monat. Da hier die Mindestmietdauer aber drei Monate beträgt, müssen Kunden mindestens 104,97 Euro zahlen. Die gleichen drei Monate würden bei Grover 179,70 Euro kosten. Bei unserem Beispiel zeigt sich also, dass Otto Now bei einer Mietdauer unter einem Jahr etwas günstiger ist als Grover, Kunden gleichzeitig aber weniger flexibel sind.

Egal ob Smartphone oder Tablet, die Gerätewahl fällt bei der riesigen Auswahl nicht immer leicht. Wir geben Tipps bei der Suche in unserem Smartphone-Kaufratgeber und Tablet-Kaufratgeber.

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